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Aus der Stadt Brückenstreit: CDU ruft den Minister
Hannover Aus der Stadt Brückenstreit: CDU ruft den Minister
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00:19 19.08.2018
Die Brücke würde bis zu 31 Meter breit werden. Quelle: Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Hannover

Die Pläne des Bundes, die marode Schnellwegbrücke an der Hildesheimer Straße durch eine breitere Brücke statt durch ein Tunnel zu ersetzen, sorgen nicht nur bei Stadtbaurat Uwe Bodemann für Empörung. Der Verkehrsexperte der CDU-Stadtratsfraktion, Felix Semper, fordert Landesverkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) auf, sich in die Angelegenheit einzuschalten.

Wie berichtet, treiben Bund und Land neuerdings die Planung für eine Brücke mit fünf Meter hohen Wänden und einem Deckel für den Südschnellweg voran. Das hatte am Mittwoch ein Vertreter der Landesstraßenbaubehörde im Bauausschuss der Stadt mitgeteilt. Bisher war eigentlich die Untertunnelung der Hildesheimer Straße geplant worden. Der Bund hatte diesen Plänen zunächst auch zugestimmt. Allerdings soll die Brückenvariante bis zu rund 80 Millionen Euro weniger kosten, als der Tunnel, der mit rund 300 Millionen Euro veranschlagt ist.

Brücke hält nur bis 2023

Die marode Brücke des Südschnellwegs über die Hildesheimer Straße ist aufwendig verstärkt worden. Außerdem läuft der Verkehr dort nur noch einspurig in jede Richtung. Laut Landesbehörde muss im Jahr 2022 mit dem Bau einer provisorischen Brücke begonnen werden, weil die alte Brücke spätestens 2023 abgerissen werden muss. Im weiteren Verlauf Richtung Landwehrkreisel müssen auch die Brücken über die Ricklinger Teiche und die Leine ersetzt werden. Insgesamt sind in Hannover rund 40 Brücken so marode, dass die durch neue Brücken ersetzt werden müssen. Die meisten dieser Brücken liegen im Bereich der Schnellwege.

Die ganze Angelegenheit sei ein „Skandal“ sagte Semper. Als Politiker und als Bürger fühle er sich „hinters Licht geführt und falsch informiert“. Denn die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe bisher den Eindruck erweckt, dass der Tunnel die realistischste Option sei. An diese Stelle eine breite Brücke mit hohen Wänden zu bauen „sei städtebaulich fatal“.

„In der Landesstraßenbaubehörde scheint es drunter und drüber zu gehen“, betonte Semper. Das zeige dieser Fall und auch die Einschaltung einer Elfenbeauftragten, um die hohen Unfallzahlen auf der A2 zu senken. Daher müsse der Minister nun einschreiten.

Bodemann hatte am Mittwoch gesagt, er könne sich eine solche Brücke nicht vorstellen. „Das ist städtebaufeindlich und nachbarschaftsfeindlich“, betonte er. Am Donnerstag wollte Bodemann nichts mehr sagen. Die Stadt beobachte die weitere Entwicklung, hieß es lediglich aus dem Rathaus.

Massive Kritik kommt auch von der Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Döhren-Wülfel, Antje Kellner. Eine Brücke sei „ein grober städtebaulicher Missgriff und ein Schlag ins Gesicht aller Anlieger“, betonte sie. Sollte die Brücke gebaut werden, rechnen sie mit einer Klagewelle der Anlieger. Damit wäre der Zeitraum, in dem die alte Brücke ersetzt werden muss, nicht mehr zu halten, meinte sie.

Die Landesstraßenbehörde favorisiert weiterhin die Tunnellösung. Als deren Vorteile nennt der zuständige Projektleiter Jens Hanel die Stadtverträglichkeit und die Schonung der vorhandenen Bebauung. Dabei gehe es unter anderem um die denkmalgeschützten Häuser in der Willmerstraße. Es gebe beim Bund zwei Sichten. Zum einen die fachliche, die für den Tunnel sei, und die Sicht auf die Kosten.

Von Mathias Klein

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