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Aus der Stadt Busse und Bahnen in Hannover: Diese Fragen haben GVH-Kunden zu den neuen Tarifen und Zonen
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Busse und Bahnen in Hannover: Diese Fragen haben GVH-Kunden zu den neuen Tarifen und Zonen

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14:02 02.02.2020
Manchen fehlt bei den neuen Tarifen und Zonen noch der Durchblick. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Seit Jahresbeginn gelten bei Bussen und Bahnen im Großraum Verkehr Hannover (GVH) neue Tarife – es ist die umfangreichste Änderung seit mehr als 20 Jahren. Außer dem üblichen Dreh an der Preisschraube hat sich unter anderem das Zonensystem bei den Monatskarten geändert. Und auch nach einem Monat mit der neuen Struktur gibt es bei den Nahverkehrskunden noch immer viele Fragen, wie Üstra-Sprecher Udo Iwannek berichtet. Die HAZ beantwortet die wichtigsten davon:

Wie viele Tarifzonen gibt es jetzt noch?

  • Bei den Monatskarten gab es bisher vier Tarifzonen, künftig gibt es nur noch drei. Diese entsprechen denjenigen für die Tageskarten. Für die Monatskarten fasst der GVH die bisherigen beiden Zonen in der Stadt Hannover zu einer zusammen. Geändert werden auch Bezeichnungen und Farben.
  • Die Zonen im Tarifgebiet heißen seit Jahresbeginn schlicht A für Hannover (bisher H1 und H2), B für angrenzende Regionskommunen und C für den äußeren Ring. Markiert werden sie auf Fahrplänen und Aushängen mit den Farben Grün, Grün-Blau und Hellblau. Das bedeutet auch, dass die alten Zonen nicht mehr gelten. Monatskarten auf denen zum Beispiel steht „H2 – R“ sind nach den neuen Regeln in der ganzen Landeshauptstadt gültig.

Was muss ein Fahrgast tun, wenn er eine weitere Strecke fahren will, als in seiner Monatskarte vorgesehen?

Wer bei einer Fahrt weiter fahren möchte, muss sich dafür eine Einzelkarte für die entsprechende Zone kaufen (A, B oder C).

Wie lange sind die alten Fahrkarten noch gültig?

Der GVH ist großzügig. Tickets, die noch zu den alten Preisen gekauft wurden, gelten bis zum 31. Dezember, erst im Jahr 2021 sind sie nicht mehr gültig.

Bleiben die alten Monatskarten trotz der neuen Bezeichnung gültig, oder müssen sie umgetauscht werden?

  • Der GVH will auf die Verwendung von Anglizismen verzichten, deshalb heißt die bisherige MobilCard jetzt Monatskarte.
  • Ein Umtausch von MobilCards zu Monatskarten mit neuer Bezeichnung ist nicht erforderlich. Abonnenten erhalten mit dem nächsten halbjährlichen Versand Monatskarten mit der neuen Bezeichnung. Bis dahin sind die bisher verschickten Monatskarten im jeweiligen Gültigkeitszeitraum und -bereich nutzbar.

Was ist neu für Schüler?

  • Schüler, die Anspruch auf eine kostenlose Schulfahrkarte haben, können damit vom Jahreswechsel an ganzjährig in der gesamten Region Hannover unterwegs sein, auch in den Sommerferien. Die SchulCards bekommen zum neuen Schuljahr einen neuen Namen, sie heißen dann Schulfahrkarten.
  • Außerdem bringt der GVH eine Monatskarte in den Verkauf, die nur für das Umland gilt und im Abonnement 35 Euro kostet.

Gibt es die SparCard noch?

Ja, aber unter einem anderen Namen. Sie heißt jetzt Jugendnetzkarte.

Wer spart, wer zahlt drauf?

Gewinner der Tarifreform sind vor allem Fahrgäste im Umland. Eine Monatskarte im Abonnement für eine Umlandzone (Tarifzone B oder C) kostet künftig 35 Euro statt bisher 53,60 Euro. Wer in beiden Umlandzonen unterwegs ist, zahlt vom 1. Januar an 50 Euro statt bisher 58,70 Euro. Dritte Gruppe mit – wenn auch nur leichter – Ersparnis sind diejenigen, die in der Stadt Hannover unterwegs sind und bisher beide dortigen Zonen befuhren. Weil dort eine Zone wegfällt, kostet für sie die Abo-Monatskarte 57,80 Euro statt 58,70 Euro.

Draufzahlen müssen Fahrgäste, die zwischen der bisherigen Umlandzone und der bisherigen äußeren City-Zone gependelt sind – die Monatskarte im Abonnement kostet für sie mit der Tarifreform 77,40 Euro statt 58,70 Euro. Wer aus der Regionszone in die äußere Cityzone fährt, zahlt monatlich 94,80 Euro statt 77,40 Euro. Fahrgäste, die bislang ausschließlich die innere Cityzone Hannovers nutzen, sind durch die Tarifreform mit 57,80 Euro statt mit 53,60 Euro dabei.

Von den allgemeinen Preissteigerungen sind nur die Einzelfahrscheine betroffen, die um 2,1 Prozent teurer werden. Dies ist allerdings ein Durchschnittswert. Kurzstreckentarif und Kinderkarten bleiben im Preis stabil.

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Von Bernd Haase und Mathias Klein

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