Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Region rüstet alle Busse und Müllwagen mit Abbiegeassistenten aus
Hannover Aus der Stadt

Busse und Müllwagen in der Region Hannover erhalten Abbiegeassistenten

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
08:00 27.01.2020
Abbiegeassistenten warnen Fahrer über ein Display und mit einem Tonsignal, wenn sich jemand im toten Winkel aufhält. Quelle: Dröse
Anzeige
Hannover

Bei der Üstra und bei der Regiobus beginnt demnächst die Nachrüstung der Fahrzeuge mit elektronischen Abbiegeassistenzsystemen; auch der Abfallzweckverband Aha stattet seine Flotte mit den Geräten aus. Insgesamt läuft das Projekt über zwei Jahre bis 2022 und kostet 4,2 Millionen Euro. Den Zeitrahmen bestimmen vor allem die zur Verfügung stehenden Werkstattkapazitäten.

Reaktion auf Unfälle beim Abbiegen

Die Tochterunternehmen der Region reagieren auf mehrere schwere Abbiegeunfälle, bei denen auch Kinder ums Leben gekommen sind. Problematisch ist dabei, wenn schwere Fahrzeuge wie Lastwagen oder Busse nach rechts abbiegen und die Fahrer Radler oder Fußgänger nicht sehen, weil diese sich in einem toten Winkel befinden. Die Abbiegeassistenzsysteme arbeiten mit Kameras und Sensoren. Sie können Fahrer sowohl optisch über ein Display als auch akustisch über ein Tonsignal warnen, wenn sich jemand im toten Winkel aufhält.

Die großen gelben Planen markieren den Bereich, den der LKW-Fahrer nicht einsehen kann. Quelle: Johanna Steele

Die Europäische Union bereitet eine Verordnung vor, die die Ausrüstung für neue Fahrzeugtypen und neu zugelassene Fahrzeuge mit Abbiegeassistenten von 2022 an vorschreibt, wenn das zulässige Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen liegt. Die Region und ihre Tochterunternehmen wollen aber eher beginnen. „Mangels gesetzlicher Vorschriften bestehen derzeit noch keine verbindlichen technischen Anforderungen an die Systeme“, heißt es in einem von der Region in Auftrag gegebenen Gutachten. Es gebe aber Empfehlungen des Bundesverkehrsministeriums, denen laut Kraftfahrt-Bundesamt sechs am Markt erhältliche Produkte genügen.

Stückpreis liegt bei bis zu 6000 Euro

Beim Kauf von Neufahrzeugen durch die Regionsunternehmen sind Abbiegeassistenten obligatorisch. Da die Flotten aber nur nach und nach erneuert werden, sind Nachrüstungen vorhandener Fahrzeuge erforderlich, um bis 2022 den kompletten Bestand abgearbeitet zu haben. Kalkuliert wird dabei mit einem Stückpreis je nach Fahrzeugtyp zwischen 4500 und 6000 Euro.

Bei der Üstra fallen für die Nachrüstung Kosten von 950.000 Euro an, bei der Regiobus sind es gut 1,2 Millionen Euro. Das Geld kommt von der Region, die weitere 165.000 Euro für Fahrzeuge aus ihrem Fuhrpark aufwendet – etwa in den Straßenmeistereien. Der Abfallzweckverband Aha bezahlt gut 1,9 Millionen Euro aus eigener Kasse.

Nicht enthalten in diesem Programm sind die Busse von Subunternehmern, die im Auftrag der Verkehrsunternehmen fahren. Ihnen könnte die Region entsprechende Vorgaben machen, wenn sie Aufträge für den öffentlichen Nahverkehr erteilt.

Lesen Sie auch

Von Bernd Haase

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Der Graue trinkt Chamapgner

27.01.2020

Für die nächsten Tage ist ungemütliches Wetter vorhergesagt. Die genaue Zugbahn steht zwar noch nicht fest, aber möglicherweise wird die Region Hannover vom Kern eines Sturms getroffen. Für die Nordseeküste rechnen die Meteorologen mit Böen von bis 150 Kilometern pro Stunde.

27.01.2020

Lebensgefährliche Verletzungen hat sich eine 29 Jahre alte Frau am Sonntagabend zugezogen, als sie mit ihrem Wagen auf der A2 bei Lehrte ins Schleudern kam und gegen die Leitplanken fuhr.

27.01.2020