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Aus der Stadt Maximilian Oppelt ist neuer Chef der CDU Hannover
Hannover Aus der Stadt

CDU in Hannover: Maximilian Oppelt ist neuer Chef von Hannovers CDU

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00:21 09.05.2019
Maximilian Oppelt wird Hannovers CDU die nächsten Jahre führen. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die Mitglieder des CDU-Kreisverbands haben sich am Montagabend im Roten Saal des HCC versammelt, um einen neuen Parteivorstand zu wählen. Der 32-jährige Rechtsanwalt Maximilian Oppelt wird neuer Vorsitzender von Hannovers CDU. Er gewinnt 91,1 Prozent der Stimmen (82 Ja-Stimmen). Acht Mitglieder votieren gegen ihn, es gibt eine Enthaltung. Gegenkandidaten wurden nicht aufgestellt. Zu Oppelts Stellvertretern werden die Ratsherren Felix Semper (31 Jahre alt) und Jesse Jeng (30) sowie die Bezirksratsfrau Diana Rieck-Vogt (45) gewählt.

Dirk Toepffer tritt nach 17 Jahren zurück

Nach 17 Jahren im Amt macht Parteichef Dirk Topeffer den Weg frei für den politischen Nachwuchs. „Ich ziehe jetzt die Notbremse“, sagt Toepffer in seiner Abschiedsrede. Er habe sich bisweilen wie ein Korken gefühlt, der den personellen Durchfluss verstopfe. Die Neuwahl des Vorstands versteht Toepffer als Neuanfang für die Partei.

Oppelt attackiert Rathausführung

Mit deutlichen Worten attackiert der neue Parteichef Oppelt die Führung im hannoverschen Rathaus. „Die Stadt wird jetzt seit fast zwei Jahren von der Rathausaffäre um illegale Gehaltszulagen erschüttert. Das ist der größte Skandal in der jüngeren hannoverschen Geschichte“, sagt Oppelt. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wird wegen schwerer Untreue angeklagt und hat seinen vorzeitigen Ruhestand eingereicht. „Es ist ja nicht nur Herr Schostok das Problem, sondern das noch größere Problem ist die sozialdemokratische Monokultur an der Rathausspitze, die den Nährboden bildet und die Rathausaffäre erst möglich gemacht hat“, meint Oppelt, der für die CDU auch im Rat sitzt.

CDU will erst nach 16. Mai OB-Kandidaten präsentieren

Für die anstehenden Oberbürgermeister-Wahlen spürt die CDU Rückenwind, doch hat sie bisher noch keinen eigenen Kandidaten präsentiert. Man habe keine Eile, heißt es aus der Führungsetage der Partei, und wolle erst den 16. Mai abwarten. Dann wird der Rat über den vorzeitigen Ruhestand von Oberbürgermeister Schostok abstimmen. Schostok verabschiedet sich danach in den Urlaub und ist faktisch nicht mehr im Dienst. Eigentlich sollte die Landtagsabgeordnete Mareike Wulf bei den OB-Neuwahlen im November für die CDU ins Rennen gehen, doch dem Vernehmen nach hat die 40-Jährige andere Pläne. Nach Informationen der HAZ hat die CDU verschiedene Bewerber in der Hinterhand, auf einen Kandidaten spitze sich aber alles zu, heißt es.

Kritik an SPD-Kandidaten Hansmann

Zunächst arbeiten sich die Christdemokraten am SPD-Kandidaten Marc Hansmann ab. Der sei als ehemaliger Stadtkämmerer Teil des System im Rathaus, lautet der Vorwurf. Hansmann tue so, als habe er mit den Rechtsbrüchen im Rathaus nichts zu tun, wettert Oppelt, aber er werde gestützt und umgeben von denselben SPD-Funktionsträgern, die auch die „Filz-Kultur“ gestützt hätten. „Wir brauchen einen echten Neuanfang in Hannover, das gehe nur mit der CDU“, meint Oppelt unter großem Applaus.

Von Andreas Schinkel

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