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Aus der Stadt „Jüdinnen und Juden gehören zu unserer Gesellschaft“
Hannover Aus der Stadt „Jüdinnen und Juden gehören zu unserer Gesellschaft“
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00:19 12.12.2018
Das Chanukka-Fest dauert acht Tage und symbolisiert die Freiheit der Religionsausübung. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Einige Hundert Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag vor dem Opernhaus, um das traditionelle Chanukka-Fest zu feiern. Links neben der Bühne stand ein sechs Meter hoher Leuchter, hinter dem Mikrofon würdigten Redner die Bedeutung der Feier. Rabbiner Benjamin Wolff sagte: „Dass wir 80 Jahre nach der Reichskristallnacht hier stehen ist ein Wunder. Das Volk Israel lebt.“ Er warnte vor neuem Antisemitismus und Rassismus.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) war bislang bei jeder der zwölf Chanukka-Feiern dabei. „In unübersehbarer Nähe zum Mahnmal“ für die aus Hannover deportierten Juden betonte Weil, dass „Jüdinnen und Juden zu unserer Gesellschaft gehören. Alle Menschen guten Willens sollen sich auf Hannovers Straßen zeigen dürfen.“ In Anspielung auf Fremdenfeindlichkeit meinte der Ministerpräsident, es gebe nur einen Schutz gegen Dunkelheit: „Das ist das Licht.“

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Die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz (CDU) begrüßte die Besucher vor der Bühne „im Namen von 1,2 Millionen Einwohnern“ der Region Hannover. Oberbürgermeister Stefan Schostok sagte, das Chanukka-Fest auf dem Opernplatz fördere die Gemeinschaft in der Stadtgesellschaft, „alle Religionen haben diesen Platz in unserer Stadt“.

Über so viel demonstrative Unterstützung freute sich Michael Fürst, Vorsitzender der jüdischen Gemeinden Niedersachsen. „Es zeigt, dass wir richtig liegen mit unserer Forderung, aufzustehen gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus.“ Dann zündeten Redner die Lichter des achtarmigen Chanukka-Leuchters an.

Von Gunnar Menkens

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