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Aus der Stadt Corona: Land will private Kinderbetreuung ermöglichen
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Corona: Niedersachsen will private Kinderbetreuung ermöglichen

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15:42 24.04.2020
Feste Gruppen, feste Betreuer bei Nachbarschaftshilfe: Kultusminister Grant Hendrik Tonne,. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Hannover

Das Land will bei der Betreuung von Kindern nachbessern. Bis Mitte Mai will die Landesregierung Nachbarschaftsbetreuung erlauben. Dann könnten Eltern, die ohnehin ihre Kinder zu Hause betreuen, auch Kinder von Freunden, Bekannten oder Verwandten mitbetreuen. Das kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover an.

Die Betreuung soll aber unter strengen Auflagen erfolgen: Erlaubt sein sollen Gruppen mit einer Größe bis zu fünf Kindern einschließlich der eigenen. Außerdem müsse es feste Betreuer geben, zudem dürften die Kinder in der Gruppe nicht wechseln. So sei es nicht erlaubt, dass ein anderes Kind nachrücke, wenn eines aus der Gruppe krank werde. Die genauen Regeln will das Land in den kommenden Tagen mit den Kommunen erarbeiten und am 7. oder 8. Mai vorstellen. Es solle sich um ein „niederschwelliges Angebot“ handeln, sagte Tonne.

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Mit dem Angebot will das Land den Eltern helfen, die keinen Anspruch auf Notbetreuung in den Kindergärten haben. Seit Lockerung der Voraussetzungen seien die Anträge auf Notbetreuung in den Kitas nur mäßig gestiegen, sagte Tonne: Zu Beginn der Kita-Schließungen im März seien 2,5 Prozent der Kindern in Notgruppen betreut worden, derzeit seien es 3,2 Prozent; die Gruppengröße sei im Schnitt von 2,7 Kinder auf 2,9 Kinder gestiegen. Der Minister sieht hier noch Spielraum: Vertretbar sei ein Anteil von 8 Prozent, sagte Tonne.

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Von HAZ

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