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Corona in der Region Hannover: So hoch ist die Inzidenz (Stand 24.10.2021)

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11:34 24.10.2021
Forscherin testet auf das Coronavirus (Symbolbild)
Forscherin testet auf das Coronavirus (Symbolbild) Quelle: Luca Bruno/AP/dpa
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Hannover

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielen verschiedene Zahlen eine wichtige Rolle. Dazu gehört neben der sogenannten Hospitalisierung, also der Krankenhauseinweisungen wegen Corona-Diagnosen, und der Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten auch die Sieben-Tage-Inzidenz.

Für Hannover zählt nur der Gesamtwert der Region, der täglich vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wird.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sagt aus, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in einem bestimmten Gebiet über einen Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Neben dem Inzidenzwert sind inzwischen zwei weitere Indikatoren entscheidend, um die Infektionslage einschätzen zu können. Dabei handelt es sich um die durchschnittliche Hospitalisierungszahl, also die Krankenhauseinweisungen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnern sowie den Anteil der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen.

Während der Inzidenzwert für einzelne Kreise oder Kommunen ausgewiesen wird, gelten bei den anderen beiden Indikatoren die landesweiten Zahlen. Ein „Hospitalisierungsfall“ ist jeder Patient, der stationär im Krankenhaus behandelt wird.

Aus allen drei Indikatoren (Neuinfektionen-Inzidenz, Hospitalisierung, Intensivbetten) ergibt sich die jeweilige Warnstufe. Wichtig: Die Werte für die Hospitalisierung müssen überschritten sein, um in eine höhere Warnstufe zu wechseln.

So bewertet Niedersachsen die Corona-Lage

Niedersachsen beurteilt die Corona-Lage nach verschiedenen Kriterien. Neben der Zahl der Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz) ist auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Kliniken mit ausschlaggebend.

Hospitalisierungsinzidenz: Diese benennt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohnern im Schnitt in den vergangenen sieben Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik eingeliefert wurden. Ab einem Wert von 6 ist der erste Schwellenwert erreicht, weitere Schwellenwerte sind 8 und 11.

Intensivbettenbelegung: Die dritte Größe ist die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten – sie wird in Prozent angegeben, gemessen an der Gesamtkapazität für Niedersachsen. Die maximale Zahl der Intensivbetten hat die Landesregierung bei 2424 Betten festgelegt. Der erste Schwellenwert wird laut Verordnung ab einer Bettenbelegung von 5 Prozent erreicht, der zweite bei einem Überschreiten von 10 Prozent und der dritte ab einem Wert von 20 Prozent.

Warnstufen: Es gibt drei Warnstufen. Ein Wechsel von Warnstufe zu Warnstufe erfolgt, wenn mindestens zwei der drei Indikatoren die Schwellenwerte für einen Zeitraum von fünf Werktagen überschreiten. Ein Indikator muss dabei die Hospitalisierung sein.

Die 3-G-Regeln können allerdings auch dann eingeführt werden, wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt fünf Werktage lang in Folge allein die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen die Zahl 50 überschreitet. Die Kommunen beziehungsweise das Land stellen das Erreichen einer neuen Warnstufe per Allgemeinverfügung fest.

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Von Yannick von Eisenhart Rothe