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Aus der Stadt Digitaler Unterricht: Lehrer, Eltern und Politiker diskutieren über Probleme
Hannover Aus der Stadt

DigitalNetzwerkSchule: Digitaler Unterricht - Lehrer, Eltern und Politiker diskutieren über Probleme

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17:30 17.08.2019
Die Landtagsabgeordnete Mareike Wulf in der Diskussion mit Lehrern, Schulleitern und Verbandsmitgliedern. Das Thema: Digitalisierung in der Schule. Quelle: Daniel Bischoff/Heinekingmedia
Hannover

Schule und Unterricht sollen digitaler werden. So haben es Bund und Länder im Mai im Digital-Pakt vereinbart. Doch bis die Lernorte flächendeckend mit stabilen Internetverbindungen, Fördermitteln, Laptops oder Tablets und dem nötigen Know-how ausgestattet sind, ist es noch ein langer Weg – die Digitalisierung verläuft mit Hindernissen. Etwa 120 Lehrer, Schulleiter und Mitglieder des niedersächsischen Landtags sowie Vertreter von Elternräten haben bei der neuen VeranstaltungsreiheDigitalNetzwerkSchule“ des hannoverschen Unternehmens Heinekingmedia von ihren Zielen und eben auch Problemen berichtet.

Hunderte Computer an der Schule, aber niemand der sich kümmert?

Von den Schwierigkeiten bekam Mareike Wulf zu hören, die in der CDU-Landtagsfraktion für das Thema Bildung zuständig ist. Es fehlten IT-Kenntnisse und das entsprechende Personal, klagten mehrere Teilnehmer. An den Schulen fühle sich jeweils nur eine Gruppe von Pionieren zuständig, um digitale Strukturen aufrechtzuerhalten oder aufzubauen. Die Schulmitarbeiter forderten entsprechende Fachkräfte – oder wenigstens die Chance auf freiwillige Fortbildung. „Je mehr wir digitalisieren, desto dringender brauchen wir das“, sagte eine Teilnehmerin. „Wir haben Hunderte Computer an unserer Schule“, sagte ein anderer. „Wer soll sich darum kümmern?“

Es gibt viel Verbesserungsbedarf

Strukturellen Verbesserungsbedarf gibt es auch an anderen Stellen: Ein Lehrer beschwerte sich bei Mareike Wulf über unsinnige Regelungen für Hardware: „Die Eltern sollen 500 Euro teure Notebooks anschaffen. Dann wird später verlangt, Taschenrechner zu kaufen, weil die PCs in den Klausuren nicht verwendet werden dürfen.“ Die CDU-Politikerin zeigte sich angesichts der Kritik verständnisvoll: „Es ist angekommen, dass man nicht einfach nur die Technik in die Schulen stellen kann“, sagte sie.

Statt Whatsapp werden an vielen Schulen inzwischen interne Messengerdienste verwendet. Quelle: Manuel Behrens

„Wir wollen hier die verschiedenen Akteure zusammenbringen“, sagt Christopher Bick von Heinekingmedia zur Erstauflage der Veranstaltung. In den Schulen würden noch immer zwei Welten aufeinandertreffen: Die Welt der Lehrer, die vor digitalen schwarzen Brettern, Cloud-Systemen und schulinternen Nachrichtendiensten eher zurückschreckten. Und die Welt der Pioniere, die sich für mehr Digitalisierung im Klassenzimmer einsetzten. Die Vorreiter sollen durch das neue Veranstaltungsformat dazu ermutigt werden, im digitalen Wandel weiter voranzugehen, sagte Bick.

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