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Aus der Stadt Sollen Parkplätze vor Mehrfamilienhäusern für Fahrräder weichen?
Hannover Aus der Stadt

Diskussion im Bezirksrat Vahrenwald-List: Sollen Parkplätze vor Mehrfamilienhäusern für Fahrräder weichen?

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10:57 09.12.2019
Mehr Stellplätze für Fahrräder?: Für die Stadt müssen erst bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Quelle: Villegas
Vahrenwald-List

Der Antrag von SPD und Grünen im Bezirksrat Vahrenwald-List, Parkflächen vor Mehrfamilienhäusern in Fahrradstellflächen umzuwandeln, hat unterschiedliche Reaktionen der Bürger hervorgerufen. Etliche freuen sich über den Vorstoß und die Bereitschaft der Verwaltung, entsprechende Anfragen zu prüfen. „Das ist ein erster Schritt zu einer Verkehrswende“, sagt eine Anwohnerin aus der Oststadt. Andere befürchten gerade in den dicht besiedelten Stadtteilen eine steigende Parkplatznot für Autos. Diese aber sei doch gerade gewollt, meint ein Bürger aus Vahrenwald. Ohne Druck, so seine Auffassung, würden nur wenige Mitmenschen vom Auto auf Rad oder öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

„Nachvollziehbares“ Interesse nötig

Bevor ein Stellplatz aber faktisch fünf Fahrradbügeln weicht, müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt werden. Das Interesse an Radbügeln muss für die Verwaltung „nachvollziehbar“ sein. Soll heißen: „Wenn bereits bei Ortsbesichtigungen oder Blick in die Bauakte erkennbar ist, dass Fahrräder nur unter erschwerten Bedingungen – etwa nicht barrierefrei, über eine enge Kellertreppe, ohne Vorgarten – sicher unterzustellen sind und deshalb auf dem Gehweg abgestellt werden müssen“, erläutert Stadtsprecherin Michaela Steigerwald.

Bedarf muss gegeben sein

Die Verwaltung schreibt außerdem von erkennbaren Potenzialen als Bedingung für eine Umwidmung. „Ein erkennbarer Bedarf besteht, wenn Fahrräder beispielsweise an der Hauswand oder im Baumstreifen abgestellt werden und sonst keine Abstellmöglichkeiten vorhanden sind“, so Steigerwald. Die Stadt prüfe dann, inwieweit ein Angebot im öffentlichen Raum geschaffen werden könne. „Sofern der Gehweg nicht breit genug ist, um Fahrradbügel einzubauen – kein ausreichender Sicherheitsabstand zur Fahrbahn oder zu geringe verbleibende Restgehwegbreite – und auch an der Hauswand keine sichere Abstellmöglichkeit installiert werden kann, so ist die Bereitstellung eines Parkplatzes auch dann denkbar, wenn die Stellplätze im direkten Umfeld in der Regel ausgelastet sind.“

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