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Aus der Stadt Derzeit fehlen im Stadtbezirk Betreuungsplätze für 65 Kinder
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Döhren-Wülfel: Derzeit fehlen im Stadtbezirk Betreuungsplätze für 65 Kinder

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12:00 15.07.2019
Viele Eltern haben das Gefühl, dass die Kindertagesstätten in Döhren-Wülfel ihre Kinder im Regen stehen lassen. Quelle: dpa
Döhren-Wülfel

 Im Stadtbezirk Döhren-Wülfel gibt es derzeit 65 Kinder, für die sich kein Platz in einer Kindertagesstätte gefunden hat. Das berichtete Stadtbezirksmanager Sven Berger in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats. Die SPD-Fraktion hatte wissen wollen, wie hoch der aktuelle Betreuungsbedarf in Döhren-Wülfel ist und wie die Entwicklung in den kommenden drei Jahren aussehen wird. Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner bezeichnete die 65 als „wahnsinnig hohe Zahl“.

Vermitteln konnte das Familienservicebüro der Stadt Hannover seit dem 1. Januar 2019 im Stadtbezirk lediglich 17 Kinder. Allerdings haben auch die übrig gebliebenen 65 Mädchen und Jungen einen Rechtsanspruch, in einer Kita oder der Kindertagespflege gefördert zu werden. Nach Stadtteilen unterteilt fehlen aktuell in Döhren 17 Plätze für Krippenkinder und acht Plätze für Kindergartenkinder. In Mittelfeld sind es sieben beziehungsweise zwölf, in Wülfel acht beziehungsweise fünf, in Waldhausen ein Krippen- beziehungsweise vier Kindergartenplätze, in Waldheim zwei Krippenplätze sowie in Seelhorst ein Krippenplatz.

Erweiterungen geplant

Berger wies darauf hin, dass sich derzeit aufgrund des Ausscheidens der Schulanfänger aus den Kitas überdurchschnittlich viele Kinder im Vermittlungs- und Aufnahmeverfahren befinden. Ob zum 1. August 2019 alle Kinder mit Hauptwohnsitz in Döhren-Wülfel einen Kindergarten- oder Kindertagespflegeplatz bekämen, könne die Verwaltung derzeit noch nicht prognostizieren. Zum August 2020, so der Stadtbezirksmanager, sei in der Mittelfelder Kita Anna eine Erweiterung um 20 Krippen- und 40 Kindergartenplätze geplant. Die bilinguale Kita Kibs in Mittelfeld soll ab August 2020 um 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze erweitert werden. Außerdem ist in Döhren für das Jahr 2022 ein Ersatzneubau für die Kita St. Petri geplant, der 15 zusätzliche Kindergartenplätze schafft.

Keine Probleme gibt es aktuell in der Ganztagsbetreuung. Laut Berger verfügen alle Grundschulen in Döhren-Wülfel über ein solches Angebot, sodass es hier keine Engpässe gibt. Vor diesem Hintergrund gebe es auch keine Überlegungen, weitere Hortplätze zu schaffen; derzeit stehen im Stadtbezirk 188 Hortplätze zur Verfügung.

Die Stadt rechnet künftig mit einem Anstieg des Bevölkerungsniveaus primär in der Altersgruppe der Drei- bis Fünfjährigen. „Aus diesem Grund sind weitere Anstrengungen erforderlich, neue Betreuungsplätze zu schaffen und das Ganztagsbetreuungsangebot in den Grundschulen auszubauen“, sagte Berger. Und darum sei die Verwaltung nach wie vor mit interessierten Investoren und potenziellen Trägern von Betreuungseinrichtungen im Gespräch.

Onlineanmeldung überfordert Eltern

Das neu eingerichtete Onlineanmeldeportal für Kita-Plätze in Döhren-Wülfel bereitet Eltern mit Migrationshintergrund offenbar massive Probleme. Das berichtete die SPD-Politikerin Katja Schröder in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel. Zudem hätten viele Eltern in Brennpunktquartieren überhaupt keinen Internetzugang.

Nach Auskunft von Bezirksratsbetreuerin Gundula Ohlhorst sollen ab dem dritten Quartal 2019 in verschiedenen Sprachen Anwendungshinweise vorliegen und als Download heruntergeladen werden können: neben Deutsch in Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Persisch und Russisch. Die Verwaltung prüfe außerdem, welche Sprachen noch in Betracht kommen könnten. Hilfesuchende Eltern können auch das städtische Familienservicebüro an der Kurt-Schumacher-Straße 24 – zu den jeweiligen Sprechzeiten – aufsuchen oder Rat in einer Familienbildungsstätte suchen.

Von Michael Zgoll

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