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Aus der Stadt Zum Ausprobieren: So fahren sich die neuen E-Scooter
Hannover Aus der Stadt Zum Ausprobieren: So fahren sich die neuen E-Scooter
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00:15 06.05.2019
Bis zu Tempo 37 auf dem E-Skate: Robert Seebach auf der Micromobility-Messe. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Für die einen ist es die Zukunft der Mobilität, für andere eine Bedrohung auf Gehwegen: Wer selbst ausprobieren will, wie sich E-Scooter und all die anderen elektrischen Kleinfahrzeuge fahren lassen, hat dazu am Sonnabend beim Besuchertag der Messe Micromobility Gelegenheit. Im Eintrittspreis von 5 Euro ist ein Würstchen am Foodtruck inbegriffen – und jede Menge Fahrspaß auf einem Parcours unter dem Expo-Holzdach, allerdings nur mit Helm.

E-Scooter, Hoverboards, E-Skates und Lastenräder: Die Messe Micromobility in Hannover zeigt die Bandbreite der kleinen E-Fahrzeuge. Eine Übersicht.

Micromobility in Hannover zeigt Prototypen des neuen VWN-Lastenrads

Die Studentinnen Lara Kindt und Mariella Greifenberg haben am Messe-Eröffnungstag für die HAZ das neue E-Lastenrad von VW-Nutzfahrzeuge ausprobiert, das ab Sommer im Stöckener Werk in Serie gebaut werden soll. „Ich bin ja schon andere Lastenräder gefahren“, sagt Greifenberg: „Dieses hier ist ungewohnt, weil sich mit der Neigung der Lenksäule die Fahrt beeinflussen lässt – aber es läuft toll und macht Spaß.“ Die beiden nutzen das Rad unkonventionell: Lara Kindt sitzt auf der Ladefläche – kein Problem für das Rad, das bis zu 210 Kilo Zuladung verträgt. Unter 5000 Euro werde es kosten, verspricht Entwicklungsmitarbeiter Rudolf Moser, der 250-Watt-Motor soll aus dem 500-Wattstunden-Akku bis zu 100 Kilometer herausholen.

E-Scooter: Wie Tretrollerfahren im Bergabmodus

Auch diverse E-Roller können probegefahren werden. Noch haben sie keine Straßenzulassung in Deutschland, was sich vielleicht nach dem 17. Mai ändern soll. Doch es gibt zum Beispiel den Metz-Roller, der schon über Kennzeichen und Zulassung verfügt – allerdings benötigt man zum Betrieb im Verkehr derzeit noch einen Mofa-Führerschein, was sich nach der Generalzulassung ändern soll. Die Testfahrt zeigt: Es geht so einfach wie Rollerfahren im Bergabmodus, die Geschwindigkeit lässt sich problemlos regulieren. Bis zu Tempo 20 beschleunigt der Scooter. „Das Modell würde auch doppelt so viel schaffen“, verrät Promoter Stefan Neubert, „es ist aber gedrosselt“. Mit 1998 Euro ist der Metz nicht billig, schafft aber 25 Kilometer Reichweite und wiegt nur 16 Kilogramm – sechs weniger als der Konkurrent von BMW. Wer es billiger mag: Diverse Typen stehen zum Test bereit, auch ein E-Rollermodell von Segway, das es ab 449 Euro gibt.

Auf dem E-Skate mit bis zu Tempo 37

Robert Seebach mag es sportlicher – er flitzt auf einem E-Skateboard von Skatey durch den Parcours, der vom Wedemärker Anbieter eSkates organisiert wird. Vier Motoren in den Rädern bringen 3200 Watt und bis zu Tempo 37, je nach Akku kostet der Skatey 900 bis 1500 Euro. Beschleunigt wird er mit einer pistolenähnlichen Fernbedienung. „In fast allen anderen Ländern sind die E-Skates schon zugelassen“, ärgert sich Seebach, „nur in Deutschland dauert alles so lange.“ Von der elektrischen Kleinmobilität erhoffen sich Verkehrspolitiker eine deutliche Entlastung des urbanen Verkehrs, viele Menschen in anderen Metropolen steigen längst auf E-Bikes, E-Roller oder andere Kleinstromer um.

Hoverboards und E-Skates lassen sich testen

Auch Hoverboards können am Sonnabend ausprobiert werden, die sich nur durch Gewichtsverlagerungen steuern lassen, oder kleine E-Skates wie der Segway-Drift, die ähnlich wie Rollschuhe einzeln unter den Füßen für E-Antrieb sorgen. Doch es gibt auch Größeres. Jens Körner aus Groß-Schwülper bei Braunschweig etwa zeigt einen Transporter mit kippbarer Ladefläche. Bei der Braunschweiger Stadtreinigung sei der französische Goupiel-G4 bereits im Einsatz, der fast eine Tonne Zuladung hat und damit 70 bis 90 Kilometer weit fahren kann. Elektromobilität, so scheint es, ist im Alltag angekommen.

So kommen Sie zum Besuchertag

Besuchertag ist am Sonnabend von 9 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 5 Euro, gegen Vorlage gibt es ein Würstchen am Foodtruck. Auf der Messe geht es auch um Sharing-Modelle und Verkehrspolitik, am Sonnabend werden rund 100 E-Mobilisten erwartet, die ab 10 Uhr über Touren berichten und ab 14 Uhr mit Politikern diskutieren, ob Deutschland die E-Mobilität verschläft. Der Link zur Veranstaltung findet sich hier.

Von Conrad von Meding

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