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Aus der Stadt Professorin Christa Rohde-Dachser erhält das Bundesverdienstkreuz
Hannover Aus der Stadt

Ehrung: Professorin Christa Rohde-Dachser erhält das Bundesverdienstkreuz

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17:55 20.05.2019
Professorin Christa Rohde-Dachser (links) erhält von Hannovers Erster Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette das Bundesverdienstkreuz am Bande. Quelle: Carina Bahl
Hannover

Sie hat ihr ganzes Leben der Psychoanalyse gewidmet: Am Montag ist die Professorin Christa Rohde-Dachser im Neuen Rathaus in Hannover mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. „Der höchsten Auszeichnung, die die Bundesrepublik vergeben kann“, betonte die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette in der Laudatio.

Von der Diplom-Kauffrau zur Psychoanalytikerin

„Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich so viel getan haben“, sagte Rohde-Dachser gerührt. „Eigentlich habe ich immer nur versucht, das in die Tat umzusetzen, was ich für wichtig erachtete.“ Ihr Familienname Dachser – vielen bekannt durch das große Logistik-Unternehmen – führte die heute 82-Jährige vorerst in ein Studium zur Diplom-Kauffrau. Doch schnell merkte sie: Das war nicht ihr Weg. Über die Soziologie landete sie schließlich bei ihrer großen Leidenschaft: der Psychoanalyse. „Es geht um eine empathische Beziehung zu einem Menschen, die ihn lässt, wie er ist“, erläuterte sie im Neuen Rathaus.

Rohde-Dachser gründete die Psychoanalytische Universität

Um diese in der Wissenschaft und Medizin zu etablieren, zog sie 1967 nach Hannover. 15 Jahre arbeitete sie in der psychiatrischen Poliklinik der MHH, habilitierte 1981 in den Fächern Psychotherapie und Psychoanalyse. Rohde-Dachser gründete das psychoanalytische Institutes der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) in Frankfurt sowie die Internationale Psychoanalytische Universität (IPU) in Berlin. Sie war Mitherausgeberin der Zeitschrift „Psyche“ und wurde unter anderem bekannt durch ihre Veröffentlichungen zur Borderline-Persönlichkeitsstörung. „Vielen bin ich heute noch als die Borderline-Tante bekannt“, scherzte die 82-Jährige am Montag. Aber das mache nichts: „Mein Ansinnen war es immer, die Psychonanalyse als Wissenschaft zu etablieren und in die Öffentlichkeit zu bringen.“ Das habe sie geschafft.

Von Carina Bahl

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