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Aus der Stadt Stadt kämpft gegen den Wunderlauch
Hannover Aus der Stadt Stadt kämpft gegen den Wunderlauch
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16:41 28.03.2019
Mitarbeiter der Beschäftigungsförderung reißen den Wunderlauch mit Zwiebel aus dem Waldboden. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Für die einen ist er eine aromatische und leckere Pflanze, für die anderen eine Gefahr für die heimische Pflanzenwelt. Der Wunderlauch, dessen Blätter derzeit vor allem in der vorderen Eilenriede in Hannover den Waldboden bedecken und Duftwolken in einer Mischung aus Knoblauch und Schnittlauch verbreiten, verdrängt mehr und mehr die angestammten Pflanzenarten, wie zum Beispiel Buschwindröschen. Das gehört zu den charakteristischen Pflanzen des Stadtwalds genauso wie Lerchensporn und Aronstab.

Stat versucht Ausbreitung einzudämmen

Deshalb müht sich die Stadt, die Ausbreitung des Wunderlauchs zumindest einzudämmen. Wie am Donnerstagvormittag, als auf einem 50 Quadratmeter großen Stück nahe der Hohenzollernstraße sechs Männer der Beschäftigungsförderung der Landeshauptstadt Pflanze für Pflanze samt der unterirdischen Zwiebel ausreißen. „Wir wollen mal sehen, wie sich diese Fläche künftig entwickelt, wenn der gesamte Wunderlauch entfernt wurde“, sagt Stadtförster Johannes Drechsel.

Wunderlauch stammt aus dem Kaukasus

Der Wunderlauch, der ursprünglich aus dem Kaukasus stammt, ist vermutlich am Ende des Zweiten Weltkriegs als Gemüsepflanze erst nach Berlin gekommen und hat sich dann immer weiter verbreitet, berichtet Drechsel. „Der Wunderlauch hat eine perfide Strategie, sich weiterzuverbreiten“, erläutert der Förster. Er bilde Tochterzwiebel aus, die sich, bei entsprechender Reife, regelrecht von der Pflanze sprengten, um dann eine neue Pflanze zu bilden. Um die Blätter, schmaler als die des Bärlauchs, decken sich über die heimischen Pflanzen und verdrängen diese.

Hat die Stadt den Kampf schon verloren?

Besonders groß ist das Problem im Bereich zwischen Hohenzollernstraße Fritz-Behrens-Allee, dort hat die Stadt möglicherweise den Kampf gegen den Wunderlauch mit seinem wunderbaren Wachstum schon verloren. Denn alle Pflanzen herauszureißen scheint unmöglich. In einigen Bereich würden die Blätter deshalb abgemäht, berichtet Drechsel. Das schwäche den Wunderlauch und verhindere zumindest vorerst dessen Ausbreitung, sagt er.

Wunderlauch wird auch an anderen Stellen bekämpft

Aber nicht alle Bereiche des Stadtwalds sind so stark betroffen. Deshalb werde derzeit vor allem in der südlichen Eilenriede und im Ricklinger Holz der Wunderlauch aus dem Waldboden gerupft, damit er sich dort nicht auch so stark ausbreitet.

Von Mathias Klein

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