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Aus der Stadt Entwarnung: Keine Bomben in Bothfeld
Hannover Aus der Stadt Entwarnung: Keine Bomben in Bothfeld
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14:37 03.07.2018
Kampfmittelexperten haben monatelang in Bothfeld nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Nun steht fest: Die Verdachtspunkte haben sich nicht bestätigt. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Die Hannoveraner bleiben bis auf weiteres von der ersten Blindgängerentschärfung in diesem Jahr verschont. Wie die Feuerwehr mitteilt, haben sich alle Verdachtspunkte im jüngst untersuchten Gebiet in Bothfeld nicht bestätigt. „Eine Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme in Verbindung mit einer Evakuierung ist nicht notwendig“, sagt Behördensprecher Michael Hintz. Monatelang hatte die Firma Schollenberger Kampfmittelbergung im Auftrag der Stadt acht mögliche Blindgängerpunkte untersucht, alle stellten sich als harmlos heraus.

Mehr als acht Monate ist es damit her, dass in Hannover der letzte Blindgänger entschärft werden musste. Im Oktober 2017 wurde eine britische 250-Kilo-Bombe in Vahrenheide unschädlich gemacht, rund 10.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt hatte vergangenes Jahr bekanntgegeben, dass sie ab 2018 wieder gezielt nach Blindgängern suchen will. Bis zu vier Entschärfungen sind demnach geplant – unabhängig von möglichen Spontanfunden beispielsweise bei Bauarbeiten.

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Dafür werden die Untersuchungsgebiete in sogenannte Cluster eingeteilt, „um möglichst viele Verdachtspunkte so gut es geht zusammenzuführen“, sagt Hintz. Dadurch sollen die Anwohner so wenig wie nötig belastet werden, da die Blindgänger dann an einem einzigen Termin entschärft werden könnten. Derzeit untersuchen die Experten einen Cluster in Brink-Hafen mit 17 Verdachtspunkten, zehn konnten aber schon ausgeschlossen werden. In der zweiten Jahreshälfte sollen Areale in Ricklingen und Bemerode folgen.

Von Peer Hellerling