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Aus der Stadt Milchbauern werben für ihren Beruf
Hannover Aus der Stadt

Erstmals in der Großstadt: Milchbauern auf dem Opernplatz in Hannover

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00:17 04.06.2019
Susanne Baeck und Sohn Thomas im Angesicht der (Plastik-) Kuh. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Preisfrage: „Eine Kuh wiegt 650 Kilogramm. Wie viel frisst sie pro Tag?“, fragt Landwirt Helmut Evers aus dem Kreis Gifhorn. Die zehnjährige Sandra mag sich da nicht so genau festlegen: „Bestimmt mehr als ich“, antwortet sie, womit sie zweifellos recht hat. Die durchschnittliche Kuh verdrückt 50 Kilogramm, dargeboten in einem Mix aus Gras- und Maissilage, Heu und Roggenstroh.

Erstauftritt in der Großstadt

Derlei Dinge gab es am Sonnabend auf dem Opernplatz zu lernen, auf dem die Milchlandwirte zum Familienerlebnistag eingeladen hatten. „Wir sind zum ersten Mal in der Großstadt“, sagt Jan Heusmann, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft. Sie repräsentiert in Niedersachsen gut 8000 Betriebe, der durchschnittliche Viehbestand liegt derzeit bei etwas unter 100 Kühen.

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Es ranken sich ja viele Fragen um das Erzeugnis und seine Produktion, um Tierhaltung etwa und um die manchmal existenzbedrohend schwankenden Milchpreise, die laut Heusmann derzeit durchschnittlich sind. „Wir wollen unsere Arbeit transparent machen“, sagt der Landwirt aus dem Kreis Bremerhaven. Das geschieht auch unterhaltsam über das Portal mykuhtube.de, für das 19 niedersächsische Milchbauern in ihren Ställen und auf den Weiden filmen und wöchentlich zwei neue Videos präsentieren.

Kuhstall im Kleinformat

Zum Opernplatz haben die Bauern einen Kuhstall im Kleinformat mitgebracht, zeigen per Virtual Reality einen Rundgang durch einen Stall, beantworten Fragen, stellen sich Diskussion. Und weil es ein Erlebnistag ist, können sich Besucher am Wettmelken beteiligen, an der Milchbar erfrischen oder ihre Kinder Karussell fahren und Bungee-Trampolin-Hüpfen lassen.

Was es nicht gibt, sind echte Kühe. Die Tiere auf dem Opernplatz sind aus Plastik. „Der Aufwand wäre zu groß, allein schon wegen der veterinärrechtlichen Auflagen“, sagt Heusmann. Die Besucher strömen trotzdem, der Platz vor dem Lavesbau ist vom Start weg gut gefüllt. Susanne Baeck etwa ist mit ihrem zweijährigen Sohn Thomas gekommen. „Das ist alles interessant und gut gemacht“, sagt sie, hat aber doch einen Einwand: „Einen echten Melkstall zu erleben ist dann doch noch schöner“.

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Von Bernd Haase

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