Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Das will die FDP für Hannover
Hannover Aus der Stadt Das will die FDP für Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 20.01.2019
Patrick Döring begrüßt rund 350 Gäste zum Neujahrsempfang.
Patrick Döring begrüßt rund 350 Gäste zum Neujahrsempfang. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Angesichts der langen Dauer von Baugenehmigungen in der Landeshauptstadt hat Hannovers FDP-Vorsitzender Patrick Döring eine rasche Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren verlangt. „Baugenehmigungen, die zwölf Monate oder länger dauern, sind nicht tragbar“, sagte er am Sonntag beim Neujahrsempfang der FDP aus Stadt und Region im Alten Rathaus. Er habe von zahlreichen Investoren gehört, dass der Standort Hannover immer dann stark an Attraktivität verliert „wenn man in die Mühlen der Verwaltung gerät“. In der Bauverwaltung müsse ein „maximales Interesse für Bauherren und Investoren herrschen“.

Vor den rund 350 Gästen des Empfangs, darunter auch Hannovers SPD-Chef Alpetkin Kirci, schlug Döring einen offenen Dialog über die Zukunft des Verkehrs in Hannover vor. Busse und Bahnen stießen immer häufiger an ihre Kapazitätsgrenzen, gleichzeitig gebe es überall Staus auf den Straßen. Außerdem nehme die Aggressivität der Verkehrsteilnehmer zu. „Wir müssen darüber reden, wie wir den Verkehr in Hannover künftig organisieren wollen“, betonte er.

Döring meinte beim Neujahrsempfang, das Jahr 2019 habe gut begonnen. Denn zum ersten Mal seit 17 Jahren ist in Hannover mit der Straßenausbaubeitragssatzung eine Abgabe abgeschafft worden. „Endlich ist die immobilieneigentümerfeindliche Gebühr Geschichte“, sagte er. Die Erneuerung von Straßen sei eine staatliche Aufgabe, das gelte auch für die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße. „Wir brauchen hier eine schnelle Lösung“, betonte Döring.

Der Spitzenkandidat der niedersächsischen FDP für die Europawahl am 26. Mai, Jan-Christoph Oetjen, sprach sich in seiner Rede beim Empfang unter anderem deutlich gegen ein Dieselfahrverbot aus. „Das wäre eine Enteignung der Bürger“, meinte er. Zudem berge die Frage sozialen Sprengstoff, wie am Protest der sogenannten Gelbwesten in Frankreich zu erkennen sei.

Eine besondere Auszeichnung ging an Thomas Siekermann. Der 66-Jährige, der für die FDP in der Regionsversammlung sitzt, ist sein 50 Jahren Mitglied der Partei. Der Südstädter hatte sich schon als Student kommunalpolitisch engagiert.

Von Mathias Klein