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Aus der Stadt Oberbürgermeisterkandidaten von SPD und Grünen wollen Quereinstieg in Verwaltungsjobs erleichtern
Hannover Aus der Stadt

Fachkräftemangel im Rathaus: Grünen-Oberbürgermeisterkandidat Belit Onay will Chancen für Quereinsteiger in der Verwaltung erhöhen

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19:22 14.08.2019
Die OB-Kandidaten Belit Onay (l.,Grüne) und Marc Hansmann (SPD) wollen den Fachkräftemangel im Rathaus bekämpfen. Quelle: Rainer-Droese
Hannover

Der Fachkräftemangel im hannoverschen Rathaus ist nun auch Thema im Oberbürgermeisterwahlkampf. Grünen-Kandidat Belit Onay will zusammen mit Personalentwicklern und Vertretern der Verwaltung eine „Personalstrategie für das Jahr 2030 und darüber hinaus“ entwickeln. Sein Konkurrent von der SPD, Marc Hansmann, verspricht, die Stelle des Personaldezernenten zügig zu besetzen, sollte er OB werden. Beide OB-Kandidaten sind sich einig, dass der Quereinstieg in Verwaltungsjobs erleichtert werden müsse.

Onay: Aufstiegsmöglichkeiten auch für Fachkräfte ohne Leitungsfunktion

Die Verwaltung müsse in Sachen Quereinstieg flexibler werden, meint Onay. „Es muss möglich sein, dass jemand einen erforderlichen Abschluss berufsbegleitend erwirbt, wenn er oder sie grundsätzlich geeignet ist“, sagt der OB-Kandidat. Zudem müsse die Stadt dafür sorgen, dass Ingenieure und Sozialarbeiter die Verwaltung als Arbeitgeberin überhaupt in Betracht ziehen. Derzeit seien die Laufbahnen innerhalb der Verwaltung vor allem auf Führungskräfte ausgelegt. „Es braucht aber auch Aufstiegsmöglichkeiten für Fachkräfte, die keine Leitungsfunktion übernehmen wollen“, sagt Onay.

Hansmann: Einstellungsverfahren beschleunigen

Hansmann wünscht sich, dass die Einstellungsverfahren deutlich schneller laufen. „Ansonsten springen Bewerber ab“, sagt der SPD-Kandidat. Mithilfe der Digitalisierung will Hansmann den Arbeitsbedarf reduzieren und vor allem bürokratische Abläufe beschleunigen. „Zugleich sollen die Mitarbeiter nahe bei den Bürgern bleiben, etwa im Bauamt und in den sozialen Bereichen“, sagt Hansmann. Die Stadtmitarbeiter können stolz auf ihre Arbeit sein und sollten aktiv für eine Tätigkeit in der Verwaltung werben.

In den kommenden Jahren gehen mehr als 2500 Stadtmitarbeiter in den Ruhestand. Schon jetzt fehlen nach Angaben der Stadt Fachkräfte in technischen, sozialen und handwerklichen Berufen. Der Personalrat schlägt vor, die Zahl der Auszubildenden zu erhöhen und die Tarife zu steigern.

Von Andreas Schinkel

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