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Aus der Stadt Trauer um Ingeborg Bockhacker
Hannover Aus der Stadt Trauer um Ingeborg Bockhacker
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11:24 02.04.2019
Ingeborg Bockhacker, hier bei ihrer Ernennung zum Ehrenmitglied des Südstädter Komöd’chens. Quelle: HAZ
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Döhren

Im vergangenen Oktober hatte Ingeborg Bockhacker mit Familie, Freunden und Bekannten ihren 100. Geburtstag gefeiert. Jetzt ist die Döhrenerin gestorben, die nicht nur als Mitbegründerin und aktive Schauspielerin des Amateurtheaters Südstädter Komöd’chen eine bekannte Größe im Stadtteil war. Theater sei ihre große Leidenschaft, hat Bockhacker gesagt. „Ohne ihre Unterstützung und ihr Engagement in den vergangenen 22 Jahren gäbe es dieses hannoversche Theater heute wohl nicht“, betonen Ensemble und Vorstand um den Vorsitzenden Peter Gärtner.

Die gebürtige Elsässerin hat fast ihr gesamtes Leben in Döhren verbracht. Als gelernte Drogistin arbeitete sie zeitweilig im eigenen Laden, später bei einer Versicherung. Zum Zeitpunkt der Gründung des Amateurtheaters war sie 79 Jahre alt und stand danach noch zwölf Jahre in Einaktern, Lustspielen und Sketchen auf der Bühne. Ihren ersten Auftritt hatte sie als Küsterin Frau Riemelmoser im Lustspiel „Graf Balduin der edle Spender“. Zu ihren Paraderollen zählte der Sketch „Kürschkuchen“, in dem sie als bürgerlicher Gast in einem vornehmen Café zu sehen war.

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Bockhacker hatte 80 Jahre im Haus der Familie an der Kastanienallee gelebt, zuletzt dann im ökumenischen Altenzentrum Ansgarhaus. Sie hinterlässt Sohn, Tochter, zwei Enkel und fünf Urenkel.

Von Bernd Haase

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