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Aus der Stadt Wo man in Hannover guten Wein genießen kann
Hannover Aus der Stadt

Finkbeiners Kostprobe: So lässt sich in Hannover Wein genießen

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13:35 27.10.2019
Wie gut sind die Weinlokale in Hannover? Quelle: Samantha Franson/Tim Schaarschmidt

Gegenüber

Dem Gast zugewandt: Leonie Lutz schenkt in der Weinbar Gegenüber aus. Quelle: Samantha Franson

In der Weinbar Gegenüber in der Marktstraße werden größtenteils solide, unkomplizierte Einstiegsweine aus der ganzen Welt angeboten. Grüner Veltiner „Kremser Sandgrube“ aus Österreich (4 Euro) etwa, Rheingauer Riesling „Mineralist“ (3,60 Euro) vom Weingut Eser oder auch eine australische Rotwein-Cuvée von Tempus Two (4,40 Euro). Freunde von Flaschenweinen können den Abend bei einem hochspannenden Riesling aus den USA (Charles Smith, „Kung Fu Girl“, 29,90 Euro) oder mit der Rotwein-Cuvée „Black Print“ (29,90 Euro) vom Pfälzer Ausnahmewinzer Markus Schneider beginnen. Selten reißt eine Flasche die 40 Euro-Marke, allerdings etwas ärgerlich: Die Weinkarte strotzt vor Informationsfreude, bleibt aber meist den Jahrgang schuldig. Der Service ist dem Gast zugewandt, es wird großzügig eingeschenkt, das tröstet etwas über das seelenlose Ambiente hinweg. Außerdem werden Snacks (Oliven, Datteln im Speckmantel, Käse und Schinken) sowie kleine Gerichte (Ravioli oder Flammkuchen) angeboten.

Fazit: Gesamt 7/10

Kontakt:

Markstraße 41, 30159 Hannover, Telefon (0511) 70038369, Mail: Info@weinbar-gegenueber.de, Internet: www.weinbar-gegenueber.de, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag ab 17 Uhr, Freitag und Sonnabend ab 16 Uhr

Weberey

Vivien Raudszus kredenzt in der Weberey deutsche Weine. Quelle: Samantha Franson

In der Weberey Weinbar am Lichtenbergplatz in Linden wurden die Grenzen klar gezogen: Die Betreiber haben sich ausschließlich deutschen Tropfen verpflichtet. Ein abwechslungsreicher Rebsortenspiegel sorgt bei den rund 25 offenen Weinen für Spannung. Bis auf den Mittelrhein, Saale-Unstrut und Sachsen wurden alle deutschen Anbaugebiete berücksichtigt. Augenmerk liegt auf Weißweinen, wobei sich das auch schnell ändern kann, denn die Karte wird fortlaufend überarbeitet. Die Weine kommen eher von kleinen bis mittelgroßen Betrieben, von Winzern (Kopp, Gies-Düppel, Neiss), die etwas von ihrem Handwerk verstehen, auch wenn sie vielleicht nicht so bekannt sind wie ein Schloss Vollrads oder ein Reichsrat von Buhl. So gibt es in der Weinbar eine trocken ausgebaute Scheurebe (3,40 Euro, Weingut Scheuring) aus Franken zu verkosten, die in der Nase mit opulenten Noten nach Blumen, Früchten und Beeren beschwingt, um sich dann am Gaumen vornehm zurückzunehmen. Oder einen klaren, würzigen und knochentrockenen Moselriesling (3,80 Euro, Axel Pauly) aus dem Hitzejahr 2018. Das alternative Flair der Bar ist ansprechend. Snacks wie Comté, Pecorino oder Pfefferbeißer (jeweils 3,50 Euro) schaffen eine Grundlage für ein zweites oder drittes Glas – denn hier gibt es Weine, die rundum Spaß machen, aber kein Vermögen kosten.

Fazit: Gesamt 8/10

Kontakt:

Lichtenbergplatz 2, 30449 Hannover, Telefon: (0511) 54611366, Mail: moin@weberey.com, Internet: www.weberey.com, Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonnabend ab 18 Uhr

HAZ-Feinschmecker Hannes Finkbeiner hat in der Weinbar Gegenüber, der Weinbar Weberey und der Weinbar The Vintage 1768 Weine verkostet.

The Vintage 1768

Wirt und Weinkarte: Karsten Ohlau, Inhaber von The Vintage 1768, ist ein ausgewiesener Experte. Quelle: Tim Schaarschmidt

Der durch und durch höfliche Mann hinter dem Tresen des Vintage 1768 ist Wirt und Weinkarte in Personalunion. Zumindest stellt er sich uns so vor, als wir um das Utensil bitten: „Ich bin die Weinkarte, nach was steht der Sinn?“ Wir bitten um einen Rotwein, worauf uns ein Markgräfler Spätburgunder (3,80 Euro, Weingut Blankenhorn) angeboten wird, der vor einer Stunde aus dem Kühlschrank genommen wurde. Er ist also noch leicht gekühlt. Das ist keine Schande und sorgt vor allem bei mittelprächtigen Gewächsen für einen Qualitätssprung. Ansonsten erspähen wir im Kühlschrank noch ein paar ordentliche Weißweine aus dem Rheingau und Rheinhessen. Das Flair ist ganz nett, aber wichtig in diesem Zusammenhang: In der sogenannten Weinstube ist das Rauchen erlaubt, was bei unserem Besuch alle übrigen Gäste mit Freude tun.

Fazit: Gesamt 4/10

Kontakt:

Voßstraße 44, 30161 Hannover, Telefon: (0511) 3945755, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 17.30 bis 24 Uhr

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Von Hannes Finkbeiner

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