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Aus der Stadt Fluggäste verlaufen sich nach Abfertigung und lösen Alarm aus
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Flughafen Hannover: Unbefugte Person: Flughafenpolizei sperrt Sicherheitsbereich

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19:47 20.05.2019
Das Terminal A war kurzfristig gesperrt – Flugzeuge konnten nicht an die Bordingbrücken. Quelle: Matthias Friedel
Hannover

Großalarm am Flughafen Hannover-Langenhagen: Zwei Fluggäste haben sich am Montagmorgen im Terminal A nach ihrer Abfertigungskontrolle vor ihrem Abflug nach Warschau im Sicherheitsbereich verlaufen und deshalb einen Alarmknopf ausgelöst. Die beiden 49 und 50 Jahre alten Reisenden aus Kasachstan wurden von der Flughafenpolizei aufgegriffen und vorübergehend in Gewahrsam genommen. Gegen beide wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unbefugten Wiedereintritts in die Sicherheitszone hinter dem Abfertigungsbereich eingeleitet. Außerdem wurde Strafanzeige wegen unerlaubten Betätigen eines Notfallknopfes gestellt. Ein Terrorverdacht besteht laut Bundespolizei nicht. Wegen des Zwischenfalles kam es aber am Montagmorgen für etwa eineinhalb Stunden zu Verspätungen im Flugverkehr. Zeitweise war die Abfertigung weiterer Fluggäste nur eingeschränkt möglich.

Irrtümlich den Sicherheitsbereich verlassen

Nach Angaben des Bundespolizeisprechers Frank Steigerwald hatten sich die beiden Kasachen nach der Kontrolle ihres Handgepäcks und dem Personen-Check in der Passagierabfertigung irrtümlich über eine Treppe in die Kofferausgabe für anreisende Fluggäste begeben. „Die Sicherheitszone kann man so zwar in Richtung Ausgang verlassen, der Rückweg ist jedoch nicht möglich, damit keine ankommenden Passagiere unbefugt in die Abflugzone abgefertigter Fluggäste kommen können“, berichtete Steigerwald nach dem Zwischenfall. Um trotzdem wieder dorthin zu gelangen und in ihr Flugzeug nach Warschau zu steigen, betätigten die beiden Fluggäste deshalb laut Bundespolizei einen Notfallknopf. So habe sich zwar eine Sicherheitsschleuse geöffnet und den Rückweg in die Abflugzone ermöglicht. Nach dem Auslösen des Alarms seien die beiden Kasachen jedoch von Überwachungskameras schnell geortet und anschließend von Polizisten in Gewahrsam genommen worden. Nach einer Durchsuchung ihres Gepäcks und weiteren Sicherheitsüberprüfungen wurden sie laut Bundespolizei wieder auf freien Fuß gesetzt. Ihren Flug nach Warschau haben sie jedoch verpasst. Sie müssen sich jetzt wegen unbefugten Wiedereintritts in die Sicherheitszone hinter dem Abfertigungsbereich und unerlaubten Betätigen eines Notfallknopfes verantworten.

Verspätungen und Staus auf dem Rollfeld

Laut Bundespolizei war von etwa 9.45 bis 11.15 die Abfertigung von Fluggästen nur mit Beeinträchtigungen möglich – davon waren insgesamt fünf Flüge betroffen. Auf dem Rollfeld stauten sich aber auch gelandete Flugzeuge, die an keine freien Ausstiegsbrücken andocken konnten. Die Luftsicherheit sei jedoch zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, betonte die Bundespolizei. Außerdem seien alle Maßnahmen in der sehr gut gefüllten Sicherheits- und Abflugzone in geordneten Verhältnissen abgewickelt worden. „Es gab lange Schlangen, aber keinerlei Unruhe“, sagte Sprecher Steigerwald.

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Von Ingo Rodriguez

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