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Aus der Stadt Steigende Wohnkosten machen vor allem Jüngeren in Hannover Angst
Hannover Aus der Stadt

Forsa-Umfrage: Steigende Wohnkosten machen vor allem Jüngeren in Hannover Angst

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10:09 31.10.2019
Überall steigen die Mieten und Kaufpreise – hier ein Blick in die Alte Döhrener Straße in Hannovers Südstadt. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Um mehr als 6 Prozent sind die Mieten in Hannover zuletzt laut offiziellem Mietspiegel gestiegen. Wer aktuell sucht, registriert allerdings einen deutlich stärkeren Anstieg bei den Inseraten. Weil die Bevölkerungszahlen in den vergangenen Jahren ungewöhnlich gestiegen sind und zugleich jahrelang zu wenig gebaut wurde, schnellen die Preise am Wohnungsmarkt derzeit in die Höhe. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der HAZ ergab im Oktober, dass fast die Hälfte der Bevölkerung Angst vor steigenden Wohnkosten hat: 46 Prozent bejahten diese Frage.  

Ältere können Mietsteigerungen entspannter sehen

Interessant ist die Differenzierung nach einzelnen Bevölkerungsgruppen – etwa dem Alter. Während die Angst vor steigenden Wohnkosten bei den Über-Sechzigjährigen nur zu 30 Prozent bejaht wird, haben dieser Frage bei den Unter-Dreißigjährigen 53 Prozent zugestimmt. Das zeugt von einer realistischen Einschätzung, schließlich müssen Jüngere noch öfter im Leben umziehen und sind daher häufiger mit Mietsteigerungen konfrontiert.

 

Wer weniger verdient, muss Anstieg fürchten

Auch beim Haushaltseinkommen der Befragten ergibt sich die erwartbare Differenzierung. Wer unter 1500 Euro im Monat verdient, muss sich mehr Sorgen vor steigenden Wohnkosten machen als jemand, der mehr als 3000 Euro verdient.

 

Stadt will gegensteuern

Die Stadt versucht seit einigen Jahren, mit verstärktem Wohnungsbau gegenzusteuern. Ein eigenes Wohnungs-Förderprogramm soll dafür sorgen, den Mietanstieg zu dämpfen – nach der gerade vom Rat beschlossenen Neuauflage sollen auch Familien mit mittlerem Einkommen davon profitieren. Zudem werden überall in der Stadt neue Wohngebiete erschlossen, unter anderem am Kronsberg und in der Wasserstadt Limmer. Das Ziel, jährlich mindestens 1000 neue Wohnungen zu genehmigen, hat die Stadt zuletzt erreicht.

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