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Forschung in Hannover: Hannover bekommt neues Raumfahrt-Institut

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15:48 03.07.2019
Direkt neben dem Biomolekularen Wirkstoffzentrum der Leibniz-Uni soll auf einem Parkplatz am Schneiderberg das neue DRL-Institut entstehen. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut ein neues Institut auf – und dies zum ersten Mal in Hannover. Die Forscher in der neuen Einrichtung wollen neue Methoden zur Erdbeobachtung, für Navigationssysteme und zur Planetenforschung entwickeln und dafür Quantentechnologien nutzen. Schon in der Aufbauphase des Instituts ist eine Forschungsmission zur internationalen Weltraumstation ISS gemeinsam mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa geplant. Die Institutsgründung geht auf eine Initiative von Wissenschaftlern der Leibniz-Universität zurück. „Der Zuschlag unterstreicht die führende Rolle, die unsere Universität bei dieser Zukunftstechnologie spielt“, sagt Professor Wolfgang Ertmer vom Uni-Institut für Quantenoptik, einer der Initiatoren. Das DLR mit Hauptsitz in Köln ist ein Forschungszentrum der Bundesrepublik und verfügt über zahlreiche Institutsstandorte.

120 Forscher entwickeln Satellitenmissionen

Die künftig rund 120 Wissenschaftler des neuen Instituts entwickeln Satellitenmissionen, um das Schwerefeld der Erde aus dem All zu vermessen. So wollen sie erheblich kleinräumiger und genauer bestimmen, wie sich etwa Gletscher oder der Grundwasserspiegel verändern. Damit könnten zum Beispiel Klimaveränderungen oder die Auswirkungen von intensiver Bewässerung in der Landwirtschaft wesentlich besser erfasst werden. Das passt zu den bisherigen Forschungsvorhaben der Quantenphysiker an der Leibniz-Universität, zu denen auch das Projekt Quantum-Frontiers zählt, das bereits in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern im September 2018 erfolgreich die prestigeträchtige Förderung als Exzellenzcluster errungen hat.

Das neue Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik gehört zum DRL, wird aber eng mit der Leibniz-Uni kooperieren. Der Senat des DLR hat den Plänen Ende Juni endgültig zugestimmt und damit einen Beschluss des Bundestags vom November 2018 bestätigt. Vom Land Niedersachsen bekommt die Leibniz-Universität 2 Millionen Euro als Anschubfinanzierung. Insgesamt sind für den Forschungsneubau rund 30 Millionen Euro veranschlagt, die Bund und Land jeweils zur Hälfte tragen. Die laufenden jährlichen Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro übernimmt der Bund.

Forscher starten im Container

Das Gebäude für das DRL-Institut entsteht an der Ecke Schneiderberg/Appelstraße in der Nordstadt ganz in der Nähe der bestehenden Forschungseinrichtungen zur Quantentechnologie. Ein Uni-Parkplatz neben dem Biomolekularen Wirkstoffzentrum der Hochschule wird dafür teilweise bebaut. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich im Jahr 2021.

Solange wollen die Wissenschaftler aber nicht warten. Professor Ertmer, kommissarischer Leiter des DRL-Instituts, hat bereits die ersten neuen Mitarbeiter angeworben. Bereits Anfang 2020 ziehen sie zunächst in einen Bürocontainer auf dem Unigelände, um ihre Forschungen aufzunehmen.

Von Bärbel Hilbig

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