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Aus der Stadt Stiftung Neurobionik leidet unter Zinstief
Hannover Aus der Stadt Stiftung Neurobionik leidet unter Zinstief
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19:31 18.01.2019
Treffen sich zur Jahresversammlung der Internationalen Stiftung Neurobionik: Herbert Flecken, Madjid Samii, Klaus Goehrmann und Amir Samii (von links).
Treffen sich zur Jahresversammlung der Internationalen Stiftung Neurobionik: Herbert Flecken, Madjid Samii, Klaus Goehrmann und Amir Samii (von links). Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Der Internationalen Stiftung Neurobionik ergeht es nicht besser als vielen anderen Stiftungen. Angesichts der schwierigen Situation an den Finanzmärkten fällt die Verzinsung des Stammkapitals ausgesprochen gering aus. Immerhin gehen Spenden ein, so dass die Stiftung auch im Jahr 2018 in kleinem Umfang Forschungsvorhaben im Bereich der Neurowissenschaften unterstützen konnte. „Auch wenn wir in manchen Jahren wenig Geld geben, wir fördern immer“, betont Stiftungsvorstandschef Klaus ­Goehrmann. Das Wesentliche seien jedoch „Menschen, die mitwirken, weil sie Türen öffnen.“ Die Stiftung will wegen der Probleme jetzt eine Gesellschaft gründen, deren Mitglieder mit ihren festen Beiträgen die Forschungsförderung stabilisieren.

Bei der Jahresversammlung der Stiftung im International Neuroscience Institute (INI) sind Freitag Abend einige Förderer zusammengekommen. Hörforscher Professor Thomas Lenarz von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erklärt in seinem Vortrag, wie das Hören funktioniert und warum es zu Schwerhörigkeit kommt. Er berichtet auch über die langjährige Zusammenarbeit mit INI-Präsident Professor Madjid Samii bei der Einführung von Reiz-Elektroden im Mittelhirn für Menschen mit zerstörtem Hörnerv. In jüngerer Zeit hat Lenarz in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit INI-Vizepräsident Professor Amir Samii und einer Berliner Firma eine Methode zur navigationsgestützten Implantation des Hörimplantats im Mittelhirn entwickelt. Ein Beispiel für Förderzuschüssen der Stiftung. Die freihändige Operation in diesem sensiblen Bereich ist sehr schwierig.

Die Stiftung hat zum Ziel, Forschung rund um Erkrankungen des Nervensystems zu unterstützen. Zu den Unterstützern gehören Scorpions-Sänger Klaus Meine, Erich Barke, Ex-Präsident der Leibniz-Universität, Friedhelm Haak, ehemaliger Aufsichtsratschef der Madsack Mediengruppe und Ex-Nord/LB-Vorstand Manfred Bodin.

Von Bärbel Hilbig