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Aus der Stadt Fridays for Future: Klimaschützer protestieren mit Fahrrad-Demo in Hannover
Hannover Aus der Stadt

Fridays for Future: Protestaktion vor Regionshaus und wieder Fahrraddemo

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00:19 17.06.2019
Handeln, nicht labern: Die jungen Umweltschützer fordern vor dem Regionshaus konkrete Taten von der Politik. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Nach den Schülern machen jetzt auch die Studenten bei Fridays for Future mobil: Vor dem Haus der Region haben am Donnerstag rund 60 Aktivisten gefordert, dass die Region den Klimanotstand ausruft. Ein entsprechender Antrag der Linken sollte im Umweltausschuss beraten werden. „Es geht uns nicht um leere Worthülsen“, sagt Studentin Hannah-Sofie Springer (19), „es müssen auch Taten folgen.“ Hannover solle dem Beispiel von Kiel, Münster und Konstanz folgen und den Klimanotstand ausrufen. Das Klima lasse sich nicht durch gutes Zureden retten, es müsse um konkrete Maßnahmen gehen wie den Kohleausstieg oder die Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad, sagt Springer. Ähnlich argumentiert auch Michael Nagel (24), einer der Sprecher von Students for Future: „Die Politiker müssen endlich anerkennen, dass wir wirklich eine Klimakrise haben.“

Digitalisierung der Schulen kostet viel Strom“

Die Grünen in der Regionsversammlung freuen sich über die Unterstützung der jungen Aktivisten: „Druck von unten ist gut“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulrich Schmersow. Jahrelang seien die Grünen von den anderen Parteien verlacht worden, wenn sie vor den Folgen des Klimawandels gewarnt haben, sagt Ute Lamla, umweltpolitische Sprecherin der Grünen. Sie fordert konkrete Maßnahmen von der Region. „Jetzt haben wir das Geld und das Wissen, etwas zu ändern.“ Statt alle zehn sollte alle zwei Jahre eine Treibhausgasbilanz erstellt werden. Die Grünen machen sich zudem für den Ausbau der Windkraftanlagen und einen besseren öffentlichen Nahverkehr stark. „Die Digitalisierung der Schulen soll kommen“, sagt Lamla, „aber das frisst doch ungeheuer viel Strom, darüber redet niemand.“ Öffentliche Gebäude sollten grundsätzlich im Passivhausstandard errichtet werden.

Fahrraddemonstration beginnt um 16.30 Uhr

Ein besseres Radwegenetz und erschwinglicheren Nahverkehr wünscht sich auch Studentin Fiona (17). Sie hat sich der Bewegung Students for Future angeschlossen, die erst vor drei Wochen gegründet worden ist, um beim Einsatz für den Klimaschutz Gleichgesinnte für einen umweltbewussten Lebensstil kennenzulernen. Studentin Doro (28) geht es vor allem darum, politisch etwas zu bewegen. Für den Freitag rufen die Fridays-for-Future-Aktivisten zu einer Fahrraddemonstration durch die City auf. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr auf dem Opernplatz, am Ende soll es ein Picknick im Georgengarten geben.

Im Umweltausschuss der Region einigten sich die Politiker am Ende darauf, dass SPD, CDU, Grüne und FDP gemeinsam einen Klima-Antrag erarbeiten wollen, der im August beraten werden soll. Wichtig sei, dass es auch konkrete Maßnahmen gebe, sagte Lamla (Grüne).

Von Saskia Döhner

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