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Aus der Stadt Schüler gehen vor Europawahlen wieder auf die Straße
Hannover Aus der Stadt

Fridays for Future: Schüler gehen vor Europawahl wieder auf die Straße

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19:15 20.05.2019
Bereits Anfang Mai hatten Tausende Schüler in Hannover protestiert. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Fridays-for-Future-Aktivisten machen mehr Druck. An diesem Freitag wollen Schüler wieder für eine andere Klimapolitik auf die Straße gehen. Es ist bereits die zweite Aktion in diesem Monat. Seit Jahresanfang bereits hatte es in Hannover im Vier-Wochen-Rhythmus Großkundgebungen gegeben. Zuletzt waren Anfang Mai rund 2000 Jugendliche durch die City gezogen. Mitte März waren mehr als 8000 Schüler und Azubis dabei gewesen, im April - mitten in den Osterferien und bei 3 Grad und Graupelschauer – trafen sich knapp 600 zu einer Fahrradtour, die im Georgengarten mit einem großen gemeinschaftlichen Picknick endete.

Aktionen in mehr als 220 Städten

Nicht nur in Hannover, sondern in rund 220 Städten in ganz Deutschland sind Fridays-for-Future-Demonstrationen geplant. Auch in anderen Ländern wird es zahlreiche Aktionen geben. Vor der Europawahl am Sonntag wollen die jungen Umweltschützer noch mal zeigen, wie wichtig ihnen das Thema ist: „Europawahlen sind Klimawahlen“, sagt Lou Töllner, Abiturientin und Mitorganisatorin der Bewegung in Hannover. Um 12.30 Uhr beginnt die Demonstration auf dem Opernplatz, dann ziehen die jungen Klimaschützer zum Steintor und weiter Richtung Landtag. Der Internationale Klimastreik am Freitag dürfte eine ähnliche Großveranstaltung werden wie die Kundgebung im März.

Viele jüngere Schüler könnte der Tag aber auch in die Bredouille bringen, weil derzeit auch viele Klassenarbeiten anstehen. Für Abiturienten ist die Teilnahme einfacher, die schriftlichen Arbeiten sind durch und es stehen jetzt nur die mündlichen Prüfungen an. Nur wer das Biologieabitur aus Krankheitsgründen verpasst hat und am Freitag nachschreiben muss, wird wohl erst nach der Klausur zur Demo gehen können.

GEW: Das ist gelebte Demokratie

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon Mitte März die Schüler für ihr Engagement gelobt und davor gewarnt, die Fridays-for-Future-Aktivisten zu belächeln oder kleinzureden. GEW-Vorsitzende Laura Pooth erklärte: „Das ist gelebte Demokratie.“ Die Politiker, die sich in die Reihe der Unterstützer einreihten, sollten auch in ihrem praktischen Handeln zeigen, dass sie es ernst meinten. Auch Wissenschaftler und Eltern hatten sich den Schülern angeschlossen. Kulturminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte zwar immer wieder die Aktionen der Schüler gewürdigt, andererseits aber auch deutlich gemacht, dass die Schulpflicht bestehe.

Im Schulausschuss der Stadt Hannover hatte der parteilose Ratsherr Tobias Braune jüngst die Vier-Tage-Woche für die Schulmitarbeiter beantragt. Da die Schüler freitags ja auf der Straße seien, könnten ja auch die Sekretäre, Hausmeister und Sozialarbeiter zu Hause bleiben. Damit war er aber bei den anderen Mitgliedern des Gremiums abgeblitzt.

Von Saskia Döhner

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