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Aus der Stadt Neue Anlaufstation soll Ideen von Jugendlichen umsetzen
Hannover Aus der Stadt Neue Anlaufstation soll Ideen von Jugendlichen umsetzen
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08:00 16.02.2019
Die neue Einrichtung soll im Haus der Jugend Platz finden. Quelle: Simon Peters
Döhren-Wülfel

Die Stadt plant, ein Jugendbeteiligungsbüro einzurichten. Es soll im Haus der Jugend in der Maschstraße (Südstadt) angesiedelt werden und – vorerst – für die kommenden zwei Jahre mit einem Budget von je 25.000 Euro ausgestattet sein. Das berichtete die Jugendbildungskoordinatorin Sabine Tischbier in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Döhren-Wülfel. Hintergrund der Ausführungen der städtischen Mitarbeiterin war der Wunsch des politischen Gremiums, Näheres zum Programm „Jugendgerechte Kommune“ mit dem Unterpunkt „Jugend lebt Stadt“ zu erfahren – und zu erkunden, ob die Verwaltung Jugendparlamente in den Stadtbezirken einzurichten gedenkt.

Das Büro soll ein Knotenpunkt für alle sozialen, kulturellen und politischen Themen in Hannover sein, die Jugendliche interessieren, sagte Tischbier. Die Verwaltung wolle stadtweit alle Jugendlichen ansprechen und zum Mitmachen auffordern, sei es in Schulen, vor Schulen oder in Jugendzentren. Die jungen Leute sollten auch beteiligt werden, überhaupt erst einmal ein Konzept für das Jugendbeteiligungsbüro zu entwickeln, gemeinsam mit den Beteiligungswerkstätten des Vereins „Jugend Aktion Natur- und Umweltschutz Niedersachsen“ (Janun) und des Kreisjugendwerks.

Viele Verknüpfungen erwünscht

Auch Verknüpfungen zum Stadtjugendring oder zum Stadtschülerrat hält die Verwaltung für sinnvoll, über eine Einbeziehung der Jugendorganisationen der politischen Parteien will sie aufgrund einer Anregung von FDP-Bezirksratsherr Björn-Christian Seela ebenfalls nachdenken. Ein Kinder- und Jugendparlament, so Tischbier, könne das Büro natürlich nicht ersetzen, solche Parlamente würden von der Stadt derzeit aber auch nicht präferiert.

Das Jugendbeteiligungsbüro soll zudem eine Online-Plattform beinhalten, auf der sich junge Leute austauschen können. Tischbier machte klar, dass die jährlichen 25.000 Euro nicht zur Bezahlung von Mieten, Einrichtungsgegenständen oder Mitarbeitern dienen sollen, die beispielsweise im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) im Büro aktiv sind. Der Fachbereich Jugend und Familie hoffe, das Konzept noch in diesem Jahr fertigstellen und das Projekt starten zu können.

Warnung vor falschen Themen

Aus den Nachfragen der Bezirksratsmitglieder war eine gewisse Skepsis herauszuhören. „In diesem Büro darf keine Clique von Gymnasiasten sitzen, es muss ein niederschwelliges Angebot auch für benachteiligte Jugendliche geben“, meinte Claudia Meier (Grüne). Als „statisch“ und „verwaltungstechnisch“ bezeichnete Gabriele Jakob (CDU) den Vorschlag: „Außerdem sind doch schon viele Jugendliche in Jugendzentren vernetzt oder kennen sich aus Organisationen wie dem Stadtjugendring.“ Und Katja Schröder (SPD) warnte, dass die neue Institution Gefahr laufe, die falschen Themen zu benennen: „Vielleicht wollen die Jugendlichen im Einzelfall gar kein Festival organisieren, sondern lieber die Öffnungszeiten des Bolzplatzes in ihrem Stadtteil verlängert haben.“

Koordinatorin Tischbier betonte, dass es sich bei dem Jugendbeteiligungsbüro um ein Modellprojekt handele. „Und hier dürfen und sollen Fehler gemacht werden“, dämpfte sie Erwartungen nach raschen Ergebnissen.

Von Michael Zgoll

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