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Gesundheitsamt Hannover warnt vor giftigen Algen in Ricklinger Kiesteichen

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15:52 13.03.2020
Die Region warnt vor dem Betreten des Sieben-Meter-Teichs sowie des Großen Döhrener Teichs. Quelle: Screenshot: Google Earth
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Hannover

Das Gesundheitsamt der Region Hannover warnt vor giftigen Algen in den Ricklinger Kiesteichen. Spaziergänger sollten sich vom sogenannten Sieben-Meter-Teich und dem Großen Döhrener Teich in der Ricklinger Masch fernhalten. Demnach hinterlässt derzeit ein ungewöhnlich starker Befall mit sogenannten Burgunderalgen hochgiftige Stoffe im Wasser.

Schon kleine Mengen Wasser bedeuten für Hunde Lebensgefahr

Laut Region kann der Kontakt mit dem Wasser vor allem für Hunde gefährlich werden: Sie könnten an nur wenigen Schlucken des giftigen Wassers sterben. Bei Menschen kann der Kontakt zu schweren Vergiftungen und Hautreizungen führen.Vor allem Hundebesitzer sollten die Kiesteiche deshalb zurzeit meiden, teilt die Region mit und warnt eindringlich davor, Hunde im Sieben-Meter-Teich und im Großen Teich baden zu lassen.

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Im Dreiecksteich gibt es keinen erhöhten Algenbefall

Bei aktuellen Messungen haben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes demnach im sogenannten Dreiecksteich keinen erhöhten Algenbefall festgestellt. Nur im angrenzenden Sieben-Meter-Teich sowie im ebenfalls nur wenige Meter entfernten Großen Döhrener Teich seien die giftigen Algen mit ihrer typischen rötlichen Färbung zurzeit zu beobachten.

Mögliche Folgen: Übelkeit, Erbrechen, Atemnot

„Burgunderalgen gehören wie Blaualgen zur Familie der sogenannten Cyanobakterie. Sie produzieren Toxine, die zu Vergiftungen führen können“, heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsamtes. Das Schwimmen in den Teichen sollte derzeit vermieden werden. Der Fachbereich Gesundheit hat deshalb bereits Warnschilder aufgestellt. „Beim Verschlucken des Wassers ist mit Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot zu rechnen. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen“, teilt die Region mit.

Badestellen werden erst Mitte Mai freigegeben

Ohnehin gilt für Ausflügler in der Ricklinger Masch: Offiziell wird die Badesaison erst Mitte Mai eröffnet. Dann werden die Teiche vom Gesundheitsamt der Region auch erst zum Baden freigegeben. Alle Gewässer werden anschließend bis Mitte September regelmäßig von Hygieneinspektoren auf Verunreinigungen und Keime untersucht.

Weitere Informationen sind auf www.hannover.de unter dem Stichwort „Blaualgen“ zu finden.

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Von Ingo Rodriguez

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