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Aus der Stadt Erster Masernfall in Hannover: Schüler in Döhren erkrankt
Hannover Aus der Stadt Erster Masernfall in Hannover: Schüler in Döhren erkrankt
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00:18 22.03.2019
An der Grundschule Suthwiesenstraße gibt es einen Masernfall. Quelle: Samantha Franson
Hannover, Hannover

Ein Schüler der Grundschule Suth­wiesenstraße in Hannover-Döhren ist an der hochansteckenden Viruskrankheit Masern erkrankt. Wie das zuständige Gesundheitsamt der Region Hannover gestern Abend auf Anfrage bestätigte, sind die Eltern über den Fall informiert worden. Zudem hätten am Dienstag Ärzte des Gesundheitsamtes den Impfstatus aller Kinder der Schule überprüft.

Impfstatus von 37 Kindern ist unklar

Masern können tödlich enden oder schwere gesundheitliche Folgen verursachen“ sagt der Leiter des Gesundheitsamtes der Region, Mustafa Yilmaz. Wer sich und seine Kinder impfen lasse, schütze nicht nur sich und seine Familie, sondern auch immunschwächere Menschen in der restlichen Bevölkerung vor unkontrollierten Krankheitsausbrüchen, erläuterte er.

Masern können schlimme Folgen haben

Masern können zu zahlreichen Komplikationen führen, wie zum Beispiel Mittelohrentzündungen, Atemwegs- oder Lungenentzündungen. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die Hirnhautentzündung. Sie tritt bei etwa einem von 1000 Masernfällen auf, berichtet Yilmaz. 10 bis 20 Prozent der an einer Hirnhautentzündung Erkrankten sterben daran, bei weiteren 20 bis 30 Prozent bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderungen oder Lähmungen zurück. Eine zweifache Impfung gegen Masern schützt in der Regel lebenslang vor der Erkrankung.

Lesen Sie auch: Masern in Niedersachsen – die wichtigsten Fragen und Antworten

Viele Masernfälle in Hildesheim

Zuletzt hatten Masernfälle in Hildesheim bundesweit Schlagzeilen gemacht. Nach dem Ausbruch in einer fünften Klasse eines Gymnasiums sind in Hildesheim inzwischen drei weitere Schulen von Masernfällen betroffen. An allen Schulen mussten die Jungen und Mädchen ohne Impfschutz mehrere Wochen zu Hause bleiben. Auch die Lehrer mussten ihren Impfstatus überprüfen lassen. Eine Schule blieb deswegen zwei Tage lang komplett geschlossen.

Von Mathias Klein

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