Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Tarifstreit in Hannover: Gilde braut mit Aushilfskräften aus Frankfurt
Hannover Aus der Stadt

Gilde-Brauerei: Unternehmen ersetzt ausgesperrte Mitarbeiter

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:59 05.02.2020
Ende Januar streikten Gilde-Mitarbeiter für einen Tarifvertrag. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Offenbar um streikbedingte Produktionsausfälle zu verhindern, hat die Geschäftsführung der Gilde-Brauerei drei Beschäftigte des zum Unternehmen gehörenden Frankfurter Brauhauses in Hannover eingesetzt. Sie sollen während einer Spätschicht in der Dosenabfüllanlage ausgeholfen haben, um ausgesperrte Gilde-Mitarbeiter zu ersetzen. Danach waren die Aushilfen in der vergangenen Woche im Einsatz und sollen auch noch an vier Tagen dieser Woche in Zehn-Stunden-Schichten arbeiten. Üblicherweise dauert eine Spätschicht acht Stunden.

„Keine Lieferprobleme“

Eine Sprecherin der hannoverschen Brauerei wollte sich dazu am Dienstag nicht äußern, erklärte aber, dass es „keine Lieferprobleme gibt“. Dagegen sagte eine Gewerkschaftssprecherin, Gilde habe „trotz der Streikbrecher nicht das Volumen abfüllen können, das geplant war“.

In der vergangenen Woche hatte Alexander Benkert, Geschäftsführer der für die Dosenabfüllung zuständigen Gilde-Tochter Hannoversche Abfüllgesellschaft, Beschäftigte, die zur Arbeit erscheinen wollten, für eine Woche ausgesperrt. Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befinden sich seit rund 15 Wochen in einem stetig eskalierenden Konflikt.

NGG-Sprecherin Lena Melcher sagte: „Es wird immer absurder. Statt Leute aus Frankfurt zu holen, sollte sich die Geschäftsführung mit uns an einen Tisch setzen und endlich über einen Tarifvertrag verhandeln.“ Nach Informationen aus Mitarbeiterkreisen heißt es, dass auch die eingesetzten Aushilfsbeschäftigten aus Frankfurt keine Tarifverträge hätten.

Lesen Sie auch

Von Gunnar Menkens

Aus der Stadt Die tägliche Hannover-Glosse Lüttje Lage: Keine Ahnung

So lustig kann das Leben in Hannover sein. In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und bemerkenswerten Erlebnissen des Alltags. Heute: Keine Ahnung

05.02.2020

Der Berufsverkehr in Hannover hat am Mittwochmorgen ordentlich mit der gesperrten Fahrspur am Pferdeturm zu kämpfen gehabt. Ab 7 Uhr brauchen die Autofahrer rund um die Conti-Baustelle deutlich mehr Geduld, im Süden staute es sich auf dem Messeschnellweg bis zum Seelhorster Kreuz. Mittlerweile normalisiert sich die Lage.

05.02.2020

Große Kräne für 40 Meter lange Bauteile: Weil Continental an der Hans-Böckler-Allee die Träger für das Dach der neuen Unternehmenszentrale einschwenken lässt, stehen bis Mittwochabend stadteinwärts nur zwei Fahrspuren zur Verfügung.

05.02.2020