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Aus der Stadt 400 neue Wohnungen für Hannover
Hannover Aus der Stadt

Groß-Buchholz: Grundstein für Neubaugebiet Buchholzer Grün mit 400 Wohnungen gelegt

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13:19 12.07.2019
Fünf Herren vom Bau, in der Mitte hebt Heimkehr-Chef Sven Scriba die Zeitkapsel hoch, ehe sie versenkt wird. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Für eines der größten Bauprojekte Hannovers ist am Mittwoch der Grundstein gelegt worden. Auf dem Gelände des früheren Oststadtkrankenhauses entstehen in den kommenden zwei Jahren rund 400 Wohnungen, darunter Reihenhäuser und Geschosswohnungen, im Angebot sind Miet- wie Eigentumsobjekte unterschiedlicher Unternehmen. Ein Viertel der Wohnungen hat eine Sozialbindung. Stadtbaurat Uwe Bodemann sagte bei der Feier am Rande der Baustelle in Groß-Buchholz: „Dies ist ein bedeutsamer Ort für die jüngere Geschichte Hannovers.“

Drittgrößtes Bauvorhaben

Nach dem großen Baugebiet am Kronsberg und der Wasserstadt in Limmer zählte der Dezernent die entstehende Siedlung Buchholzer Grün zwischen Podbielskistraße, Pasteurallee und Mittellandkanal zum drittgrößten aktuellen Vorhaben. Ende nächsten Jahres sollen die ersten Bewohner einziehen. Geplant ist, das 60.000 Quadratmeter große Areal – die Hälfte davon für den Wohnungsbau – inklusive Grünanlagen bis zum Sommer 2021 komplett fertigzustellen. Es werde „keine Schottergärten des Grauens geben“ sagte Hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus, man arbeite stattdessen an einer „ökologischen Offensive“. Die Naturschutzorganisation BUND hilft dabei.

Das Vorhaben reifte lange und wurde praktisch durch die weltpolitische Lage verzögert. Das frühere Oststadtkrankenhaus, ein Koloss, der seit 1959 das Viertel prägte, sollte lange abgerissen werden und dem Wohnungsbau weichen. Der Architektenwettbewerb datiert vom Oktober 2013. Doch dann kam die Flüchtlingskrise dazwischen, und im alten Bettenhaus der Klinik kamen zeitweise bis zu 800 Asylsuchende unter. In der Nachbarschaft diskutierten Befürworter und Kritiker der Unterkunft seinerzeit über Chancen und Risiken, die mit den neuen Bewohnern verbunden waren.

125.000 Tonnen Erde bewegt

Das neue Wohngebiet wird ein Gemeinschaftsprojekt meist hannoverscher Unternehmen. Hanova erschließt das Grundstück, bewegte 125.000 Tonnen Erde und ersetzte kontaminierten Boden durch frisches Erdreich. Hier bauen nun Wohnungsunternehmen wie Gundlach, Meravis und Weber unter Beteiligung verschiedener Architektenbüros Häuser. Die Genossenschaft Heimkehr, Ausrichter der Grundsteinlegung, ist mit 45 Mietwohnungen und 24 Reihenhäusern beteiligt, die einen kleinen Garten und begrünte Dächer haben. Andreas Wundram, Aufsichtsratsvorsitzender von Heimkehr, sagte, die Beteiligung am Buchholzer Grün sei das „größte Geschäft in der Geschichte der Genossenschaft“.

Nicht jeder Stein auf dem Gelände wurde indes abgerissen. Die ehemalige Krankenhauskapelle der Klinik bleibt erhalten. Bezirksbürgermeister Henning Hofmann sagte, die existierende Kita und eine neue Grundschule würden den neuen Stadtteil für Familien attraktiv machen.    

Von Gunnar Menkens

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