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Aus der Stadt Hubschrauber und Streifenwagen verfolgen Autofahrerin
Hannover Aus der Stadt

Großeinsatz: Flucht vor der Polizei endet in Wennigsen

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06:11 19.07.2019
Polizeihubschrauber im Einsatz – Flucht dauerte eine Stunde. Quelle: Tugendheim (Archiv)
Hannover

Eine 42-jährige offenbar psychisch kranke Frau hat am Donnerstag die Polizei in Hameln, Hildesheim und Hannover in Atem gehalten. Sie flüchtete vor den Beamten, die sie vor ihrem Haus in Salzhemmendorf kontrollieren wollten, in einem Opel. Die Verfolgung konnte erst in Wennigsen (Region Hannover) beendet werden. Dabei waren zahlreiche Streifenwagen und auch ein Hubschrauber der Polizei eingesetzt.

Hinweis auf eine Schusswaffe

Die 42-Jährige ist der Polizei bekannt, weil sie bereits vor zwei Wochen zwei Angestellte einer Klinik bedroht hatte. Am Donnerstag war bei der Polizei ein Hinweis eingegangen, dass die Frau im Besitz einer Schusswaffe sei. Als die Beamten der Polizeistation Salzhemmendorf dem Hinweis nachgehen wollten, eskalierte die Situation. Die Ermittler trafen auf die Frau, die vor ihrem Haus gerade aus ihrem Opel stieg. Als sie die Polizisten erblickte, stieg sie wieder in ihr Auto und flüchtete. Auf Anhaltezeichen der Polizei reagierte die Frau nicht. Sie beschleunigte ihren Wagen und setzte die Flucht fort.

Flucht dauerte eine Stunde

 Bei der Verfolgungsfahrt überfuhr die Frau mehrere rote Ampeln und geriet mit ihrem Fahrzeug mehrfach in den Gegenverkehr. Die Polizei zog Streifenwagen aus allen umliegenden Dienststellen zusammen. Eine Stunde lang dauerte die Flucht der 42-Jährigen. Dabei wechselte die Frau mehrfach die Richtung und durchquerte so mehrere Ortschaften des Landkreises Hildesheim sowie der Region Hannover.

 In Weetzen fuhr sie mit ihrem Auto durch eine geschlossene Halbschranke an einem Bahnübergang und beschädigte dabei ihren Opel sowie die Schranke. Da nur Sekunden später ein Zug den Bahnübergang passierte, verloren die Polizeibeamten den Wagen der Frau kurzfristig aus den Augen. Sie konnten den Corsa jedoch nach kürzester Zeit erneut entdecken und die Verfolgung wieder aufnehmen.

In Wennigsen konnte die Polizei den Wagen der Salzhemmendorferin schließlich stoppen. Dabei wurden zwei Streifenwagen beschädigt. Die Frau, die bereits in der Vergangenheit in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden war, wurde nach einer Blutentnahme und der vorläufigen Einziehung ihres Führerscheins in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Polizei durchsuchte am Abend die Wohnung der Frau

Im Auto entdeckten die Ermittler eine Schreckschusswaffe. Gegen die 42-Jährige wird ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Am Abend durchsuchten Polizisten die Wohnung der Frau.

Von Tobias Morchner

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