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Aus der Stadt Seit Ostern gesperrt: Klettergerüst auf Pausenhof wird endlich wieder freigegeben
Hannover Aus der Stadt

Grundschule Beuther Straße: Seit Ostern gesperrt - Klettergerüst auf Pausenhof wird endlich wieder freigegeben

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20:29 19.09.2019
Im Jahr 2018 war das Klettergerüst der Grundschule Beuthener Straße noch frei zugänglich. Quelle: Michael Zgoll
Mittelfeld

Das Klettergerüst auf dem Schulhof der Grundschule Beuthener Straße soll nach einem halben Jahr Sperrung jetzt wieder freigegeben werden. Nach Angaben der Stadt sind in der vergangenen Woche die Seile für den Niedrigseilgarten montiert worden. Danach war die technische Sicherheitsabnahme. Bis Mitte nächster Woche soll auch der Bauzaun entfernt werden.

Das Gerüst war seit den Osterferien gesperrt. Dass die Schulkinder das Spielgerät so lange nicht nutzen durften, hatte eineältere Frau gerade noch im Bezirksrat bemängelt. „Grundschüler brauchen Bewegung, man kann die Kinder doch nicht über Monate hinweg mit Hüpfekästchenspielen und Seilspringen beschäftigen“, sagte die Seniorin „Die Kinder brauchen doch Platz, um sich auszutoben.“

Seile passen nicht: Drei Wochen Verzögerung

Warum war das Klettergerüst ein halbes Jahr gesperrt? Genau kann die Stadt das nicht erklären, nur so viel: Da zunächst Seile in falscher Länge hergestellt und angeliefert worden seien, hätte sich die Freigabe um drei Wochen verzögert, berichtet Stadtsprecher Dennis Dix. Zudem habe der Boden unter dem Spielgerät ausgetauscht werden müssen, und es habe eine Weile gedauert, bis eine entsprechende Deponie gefunden worden sei. Das habe zu einer weiteren Verzögerung von sechs Wochen geführt.

Kommentar: Ein Sommer ohne Klettergerüst

Die Kinder der Grundschule Beuthener Straße haben ihren Sommer ohne Klettergerüst verbracht. Sechs Wochen dauerte die Suche nach einer Deponie, um den Boden unter dem Spielgerät zu entsorgen, drei Wochen die Herstellung von passenden Seilen. Das ist ganz schön lange.

Da fallen die drei Tage, die der Abbau des Bauzauns dauert, fast gar nicht mehr ins Gewicht. Für sich genommen erscheint das alles verständlich, und in den Zeitplänen von Behörden und Baufirmen ist das vielleicht auch gar nicht besonders lange.

Aus der Sicht eines Grundschulkindes ist ein Sommer ohne Klettergerüst dramatisch. Denn die Grundschulzeit hat in der Regel auch nur vier Sommer. Wer acht Stunden in der Schule verbringt, benötigt Platz, um sich auszutoben. Es wäre gut, wenn diese Erkenntnis bei der Stadtverwaltung und den Baufirmen ein bisschen mehr Gewicht findet. Natürlich ist die Unterhaltung von gut 130 Schulen im Stadtgebiet eine Mammutaufgabe, deshalb ist jeder Euro, der in die Schulsanierung fließt, gut angelegt. Aber einen Sommer ohne Klettergerüst sollte es für Grundschulkinder hier nicht mehr geben müssen.

CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Jakob kann das nicht verstehen. Sie nannte es erschütternd, dass die Stadt einerseits darauf dränge, dass die Kinder in Ganztagsschulen anstatt in Horten betreut würden, aber andererseits über Monate die Außenanlagen an den Schulen nicht in Ordnung bringe.

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