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Aus der Stadt Wie verändern E-Scooter den Verkehr? Reden Sie mit!
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HAZ-Forum - Wie verändern E-Scooter den Verkehr in Hannover? Reden Sie mit!

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16:12 12.06.2019
Sie gehören demnächst zum Stadtbild: Menschen, die auf einem E-Scooter unterwegs sind. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Im Mai haben Bundesrat und das Bundeskabinett über die sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung abgestimmt. Es ging dabei um die Zulassung von Elektro-Tretrollern. Die Verordnung bestimmt künftig darüber, welche Anforderungen ein E-Scooter erfüllen muss, um im Straßenverkehr genutzt werden zu dürfen. Spätestens ab Juli sollen die Tretroller erlaubt sein. Schon jetzt fahren vereinzelt Nutzer mit E-Scootern auf Hannovers Straßen und Radwegen. Viele Menschen befürchten Behinderungen, neue Gefahren für Fußgänger und Radfahrer und mögliche Unfälle. Er am Dienstag kam es in Paris zu einem tödlichen Unfall mit einem E-Scooter. Ein 25-Jähriger war mit einem Elektro-Tretroller unterwegs – und stieß mit einem Laster zusammen. Am Montag, 17. Juni, soll es bei einem HAZ-Forum um grundsätzliche Fragen zum Thema gehen.

Wer kontrolliert die neuen E-Scooter?

Zumindest einige Grundregeln wurden in der Debatte um die neuen Verkehrsmittel bereits aufgestellt. Die E-Tretroller müssen bestimmte technische Anforderungen erfüllen und etwa auch Licht und eine helltönende Glocke haben. Man soll mit den Scootern auf Radwegen fahren. Wenn es keine Radwege gibt, sollen die Fahrer die Straßen nutzen. Gehwege sind ausgeschlossen. Die Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein. Eine Helmpflicht ist für die Nutzung der E-Tretroller nicht vorgesehen. Unklar ist bisher, wie die neuen Verkehrsmittel überprüft werden sollen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, sagte am Mittwoch, dass es aus Sicht der Polizeigewerkschaft vorerst keine zusätzlichen gesonderten Kontrollen geben wird zum Start des E-Scooters. Sollte es vermehrt zu Fehlverhalten und Unfällen kommen, müsse man aber einen Schwerpunkt darauf legen. Bei Verstößen gegen die Regeln für E-Scooter drohen künftig Bußgelder.

Diskutiert mit: Thomas Kliewer ist Verkehrssicherheitsberater bei der Polizeidirektion Hannover. Quelle: Privat

Am HAZ-Forum nimmt Thomas Kliewer für die Polizeidirektion Hannover und als zuständiger Verkehrssicherheitsberater teil. Kliewer trifft auf Andreas Bode, Chef des Tiefbauamtes. Denn die neuen Scooter stellen auch die Stadt vor neue Herausforderungen. Gibt es neue Abstellbügel? Sind die Radwege und Kreuzungen überhaupt für E-Scooter geeignet? Und wird der E-Scooter den Mobilitätsmix der Stadt nachhaltig verändern oder ist es eher ein Hype? Bode spricht dazu mit Anbietern der neuen Scooter wie Dirk Fastabend von Orange Bike Concept Hannover an der Osterstraße 42. Denn auch die Händler müssen sich vorbereiten. Sie brauchen spezielle Betriebserlaubnisse. Und Käufer brauchen eine Haftpflichtversicherung. Die Moderation übernimmt HAZ-Redakteur Conrad von Meding.

Diskutiert mit: Tiefbauamtschef Andreas Bode. Quelle: Tim Schaarschmidt

Jetzt Fragen einsenden und mitreden!

Bei der Diskussion soll es aber auch grundsätzlich um den Mobilitätsmix in Hannover gehen. Denn wenn immer mehr Menschen nicht nur Fahrräder, sondern auch E-Scooter, Monowheel und Lastenräder nutzen, könnte es eng auf den Radwegen und Straßen werden. HAZ-Leser können schon jetzt ihre Fragen für das Forum an die Redaktion an hannover@haz.de mit dem Stichwort „E-Scooter-Forum“ schicken. Unter dieser Mailadresse wird auch um Anmeldung gebeten. Die Veranstaltung ist kostenlos und beginnt am Montag, 17. Juni, im Saal der Volkshochschule an der Burgstraße 13 um 19 Uhr.

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Von Jan Sedelies

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