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Aus der Stadt OB-Wahl in Hannover: So bekannt sind die Kandidaten für die Stichwahl
Hannover Aus der Stadt

HAZ-Umfrage zur OB-Stichwahl in Hannover: Wie bekannt sind Onay und Scholz

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19:43 03.11.2019
Sie wollen ins Rathaus in Hannover einziehen: Eckhard Scholz (links) und Belit Onay. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Vor einer Woche sind Hannovers Bürger zum ersten Mal in die Wahllokale gebeten worden, um einen neuen Oberbürgermeister zu bestimmen. Das Ergebnis war historisch: Der Landtagsabgeordnete Belit Onay (Grüne) und CDU-Bewerber Eckhard Scholz, ehemals Chef von Volkswagen Nutzfahrzeuge, schafften es in die Stichwahl am 10. November. Damit ist klar, dass das Rathaus zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte nicht von einem Sozialdemokraten geführt werden wird. SPD-Kandidat Marc Hansmann landete nur auf dem dritten Platz.

Wie ist die politische Stimmung in Hannover?

Vor der entscheidenden Abstimmung ist es den beiden verbliebenen Kandidaten gelungen, ihren Bekanntheitsgrad in der Stadt deutlich zu erhöhen. Kurz vor der Stichwahl forschte das renommierte Forsa-Institut im Auftrag der HAZ nach der politischen Stimmung in Hannover, und ein Resultat ist: Knapp eine Woche vor dem Duell kennen 66 Prozent der Befragten die Namen der zwei Bewerber.

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Wähler, die älter als 60 Jahre sind, konnten dabei zu 70 Prozent die korrekten Namen nennen. Am niedrigsten fiel dieser Wert bei Wahlberechtigten zwischen 30 und 44 Jahren aus, hier antworteten nur 58 Prozent der Befragten richtig. Die jüngste Altersgruppe der Unter-30-Jährigen schneidet mit 65 Prozent deutlich besser ab.

Anhänger der Grünen am besten informiert

Vor dem ersten Wahlgang Ende Oktober waren die Kandidaten weit weniger bekannt. In einer ersten Forsa-Umfrage hatte sich herausgestellt, dass nur 35 Prozent der SPD-Anhänger wussten, dass Marc Hansmann für die Sozialdemokraten antritt. 44 Prozent der CDU-Anhänger kannten Eckhard Scholz, und sogar nur 31 Prozent der potenziellen Grünen-Wähler gaben mit Belit Onay den korrekten Bewerber der Partei an.

Bei einem Blick auf die politischen Vorlieben der Wähler fällt auf, dass Tage vor der Stichwahl Anhänger der Grünen am besten informiert sind. 76 Prozent von ihnen wissen, dass Belit Onay und Eckhard Scholz am 10. November zur Wahl stehen. Bei CDU- und SPD-Sympathisanten liegt dieser Wert mit 68 beziehungsweise 67 Prozent deutlich darunter. Dagegen kannte nur jeder zweite AfD-Anhänger die beiden verbliebenen Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt.

Geringere Beteiligung an Stichwahlen

Bewerber zu kennen bedeutet indes nicht, dass die Befragten zur Stichwahl gehen. Forsa zufolge beteiligen sich an Stichwahlen üblicherweise weniger Bürger als am ersten Wahlgang. Am 27. Oktober gaben 46,5 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

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Für die Befragung zur OB-Stichwahl hat Forsa 1001 Wahlberechtigte per Telefon interviewt. „Hannover vor der Oberbürgermeisterstichwahl“ heißt die repräsentative Befragung, die Politik- und Sozialforscher von Forsa in Berlin im Auftrag der Madsack Mediengruppe unmittelbar nach der ersten Runde der OB-Wahl zwischen dem 28. Oktober und 1. November 2019 durchgeführt haben. Befragt worden sind nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hannover. Mit einer Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkten können die Ergebnisse auf die Gesamtheit der wahlberechtigten Bevölkerung übertragen werden.

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