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Aus der Stadt Originelles statt Alltägliches: Weihnachtsschau zeigt die Vielfalt des Kerzenleuchters
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Handwerksform Hannover: Originelles statt Alltägliches: Weihnachtsschau zeigt die Vielfalt des Kerzenleuchters

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19:00 23.11.2019
Von puristisch bis bunt – die Künstler haben sich für die neue Weihnachtsschau in der Handwerksform viel einfallen lassen. Quelle: Navid Bookani
Hannover

Es leuchtet – Geburtstagskerzen auf Damenringen, der immer wieder verwendbare Adventskranz aus Stahl mit Tannenbaum in der Mitte, federleichte Fiberglas-Harz-Elemente mit Lichterketten, ein Holzschiff mit drei Teelichtern oder auch die puristische Vase, die mit rundem Aufsatz zum Kerzenleuchter wird. Die diesjährige Weihnachtsschau in der Handwerksform Hannover steht unter dem Motto „Kerzenleuchter“. „Wir haben die Künstler gebeten, sich etwas Besonderes einfallen zu lassen“, sagt Sabine Wilp, Leiterin der Handwerksform.

Sabine Lang lässt Geburtstagskerzen auf Ringen brennen. Quelle: Navid Bookani

Schmuck aus Buntstiften und Fahrradschläuchen

Herausgekommen sind tatsächlich besonders innovative Werke. Da ist Catherine Bernaisch aus Mönchengladbach mit ihren Lichtobjekten, die man nicht nur auf dem Wohnzimmertisch präsentieren, sondern auch auf dem Gartenteich schwimmen lassen kann. Silberschmiedin Margit Bindernagel zeigt minimalistische Leuchter, die durch ihre Biegung das Kerzenlicht spiegeln, das Hildesheimer Ehepaar Ulla und Martin Kaufmann überzeugt durch klassische Silberleuchter und farbige Magnetleuchter.

David Müller und Peter Schmitz haben Metallobjekte in Übergröße kreiiert, der Adventskranz von Schmitz ist natürlich besonders nachhaltig. Klaus Kirchner setzt als Drechsler klar auf das Material Holz. Sabine Lang aus Hamburg zeigt Geburtstagskerzen einmal anders – nicht auf der Torte, sondern auf Ringen oder Armreifen.

Übergroße Kerzenleuchter aus Metall, kreiert von Peter Schmitz. Quelle: Navid Bookani

50 Künstler zeigen ihre Arbeiten

Es zählt das Originelle. Da sind Colliers und Broschen aus dem 3-D-Drucker von Julia Krämer-Losereit, Ohrringe und Ketten, die früher mal Buntstifte (Maria Cristina Belluci) oder Fahrradschläuche waren, Schals von Ulrike Isensee, die nicht ohne Grund „Objektschals“ heißen, weil sie zum Tragen eigentlich viel zu wertvoll scheinen, Schmuck, der auf Häkeltechnik basiert, winzige Zuckerlöffel aus Emaille oder Lampen-Mobilees aus Pappmaschee.

Wir waren mal Buntstifte: Schmuck von Maria Cristina Bellucci. Quelle: Navid Bookani

Mehr als 50 Künstler zeigen noch bis zum 15. Dezember in der Galerie an der Berliner Allee mehr als 500 Objekte. Die Preise reichen von 8 Euro für einen Stern bis zu 11.000 Euro für ein Leuchterensemble. Die meisten Objekte sind Unikate, allenfalls kommen sie in Kleinserie vor. Viele der Künstler haben hochrangige Auszeichnungen wie den Niedersächsischen Staatspreis gewonnen. „Wir wollen zeigen, dass es Alternativen zu industrieller Massenware gibt“, sagt Wilp. Wer besondere Geschenke sucht, ist hier richtig. Geöffnet ist die Handwerksform ab dem 23. November dienstags bis freitags von 11 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 11 bis 14 Uhr.

Rund 50 Künstler zeigen ihre Ideen zum Thema Kerzenleuchter bis zum 15. Dezember in der Handwerksform.

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