Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Was war da am Himmel über Altwarmbüchen zu sehen?
Hannover Aus der Stadt

Handy-Video: Was war da am Himmel über Altwarmbüchen zu sehen?

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 15.09.2019
Keine Wolke am Himmel, aber ein einzelner Streifen mit ungewöhnlicher Struktur. Quelle: Selina Schmitt
Hannover

HAZ-Leserin Selina Schmitt hat am Sonnabend gegen 19.30 Uhr am Himmel über Altwarmbüchen eine unwirkliche Beobachtung gemacht, die sie gleich zum Handy greifen ließ. In einem Video hielt sie fest, was sich vor ihren Augen abspielte. Am ansonsten wolkenlosen Himmel hatte sich eine breite Linie geformt, die an einem Ende weiß ausfasert, zum anderen Ende aber immer dunkler und dichter wurde, um schließlich an der Spitze dunkelgrau abzuschließen. In der Mitte bildete sich eine ungewöhnliche Struktur aus weiß-grauen Wellen aus.

Lauter Knall schreckt am Donnerstag Hunderte auf

Aber was war die Ursache für diese ungewöhnliche Zeichnung am Abendhimmel? Erst am Donnerstag der vergangenen Woche hatten Hunderte Menschen in Nordeuropa ein leuchtendes Objekt am Himmel beobachtet. Viele hatten auch einen lauten Knall und eine leichte Druckwelle wahrgenommen. Die Auflösung lieferte schließlich die Europäische Weltraumorganisation (ESA): Laut den Experten handelte es sich um ein natürliches Objekt, das in die Erdatmosphäre eintrat und danach am Himmel verglühte, ein Meteorit oder Asteroid.

Die Erklärung für das über Altwarmbüchen beobachtete Phänomen ist allerdings wohl eher unspektakulär. Es handele sich schlicht um den Kondensstreifen eines Flugzeugs, meint der Wissenschaftler Benjamin Knispel. „Am hinteren Ende ist klar zu erkennen, dass er wie ein normaler angeleuchteter Kondensstreifen aussieht“, sagt er. „Weiter vorne ist er dunkel, weil er dort relativ dicht ist und so das Sonnenlicht, das ja offenbar von vorne kommt, besser absorbiert.“ So etwas lasse sich praktisch jeden Tag mit klarem Wetter in ähnlicher Weise beobachten – wenn man wisse, wo man schauen muss.

Physiker schließt astronomischen Hintergrund aus

Der Physiker versteht, dass die Öffentlichkeit wegen der Meteorsichtung in Norddeutschland gerade etwas sensibilisiert sei. Aber eine ähnliche Ursache schließt er in diesem Fall aus: „Was es sicher nicht ist: eine Rauchspur eines Meteors, ein Komet oder sonst etwas ähnliches mit astronomischem Hintergrund“, sagt Knispel.

Lesen Sie auch:

„Feuerball“ über Norddeutschland: Das vermuten die Weltraum-Experten

Von red

Bis heute zeugen überwucherte Schienen von der Lindener Kohlebahn. Jetzt könnte ein Radweg entlang der alten Trasse entstehen – doch gegen das Projekt regt sich Widerstand.

17.09.2019

Auf dem Schulhof der Grundschule Beuthener Straße ist ein Klettergerüst seit einem halben Jahr gesperrt. Jetzt gibt es für die Kinder aber endlich eine gute Nachricht: In der kommenden Woche sollen sie auf dem Gerüst wieder spielen können, der Bauzaun wird abgebaut.

19.09.2019

Hereinspaziert! Sonja Anders und Laura Berman, die neuen Intendantinnen an Schauspiel und Oper, haben die Foyers ihrer Häuser neu gestalten lassen. Alles soll offener und freundlicher wirken – und so auch neue Besucher anlocken. Auch die Theaterkantine ist künftig für alle geöffnet.

16.09.2019