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Aus der Stadt 150 „Bunte Westen“ protestieren friedlich in Hannover
Hannover Aus der Stadt 150 „Bunte Westen“ protestieren friedlich in Hannover
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13:40 16.02.2019
Rund 150 Menschen sind am Sonnabend dem Aufruf der Aktion "Bunte Westen" gefolgt. Quelle: Peer Hellerling
Hannover

Rund 150 Menschen haben sich am Sonnabendmittag vor dem Hauptbahnhof Hannover zusammengetan, um gemeinsam als „Bunte Westen“ gegen das Ungleichgewicht in Deutschland zu protestieren. Die auch als Mahnwache bezeichnete Demonstration war Teil eines bundesweiten Aufrufs des Bündnisses „Aufstehen“. Unter anderem auch in Düsseldorf, Wiesbaden, München, Erfurt und Berlin gingen die Menschen friedlich auf die Straßen.

Hannover ist am Sonnabend ein Teil des bundesweiten „Bunte Westen“-Protests für eine neue Politik und gegen Missstände in der Gesellschaft gewesen. Das Bündnis „Aufstehen“ hatte zu der Demonstration aufgerufen.

In allen Städten demonstrierten die „Bunten Westen“ – die in Hannover allerdings größtenteils neongelb waren – unter anderem gegen den Reichtum der Milliardäre, steigende Mieten und zu hohe Militärausgaben. Um 11.55 Uhr startete die Aktion in Hannover mit den Worten „Es ist fünf vor zwölf!“. Redner Steve, aufgewachsen in London, kritisierte unter anderem den enormen Reichtum einiger weniger: „26 Milliardäre haben zusammen so viel wie die ärmste Hälfte der Menschheit“, sagte der 49-Jährige. „Das Geld ist da, es wird bloß nicht verteilt.“ Auch die französische Gelbwestenbewegung (Gilets Jaunes) sei „ein wunderbares Signal“ nach oben. Steve: „Wir stehen alle zusammen.“

Zu hohe Mieten und Militärausgaben

Andere Kundgebungsteilnehmer kritisierten die steigenden Mieten in den Städten, sodass sich viele eine Wohnung nicht mehr leisten können. Auf einem Protestplakat war „Nur der Frieden ist alternativlos“ zu lesen, eine Protestlerin hatte auf ihre gelbe Weste „Tausche 1 Eurofighter gegen 1000 Wohnungen“ geschrieben. Die Kritik von Redner Steve richtete sich auch an die deutsche Wirtschaft: „Die Lobbyisten sind hier unterwegs“, rief der in Köln lebende Brite. Während beispielsweise VW in den USA Milliardenstrafen zahlen müsse, „ist es hier nichts“. Stattdessen müssten Dieselfahrer sogar damit leben, dass der Wert ihrer Autos deutlich abnehme. „Dagegen müssen wir aufstehen!“

Deutsche Variante der Gilets Jaunes

Das Bündnis „Aufstehen“ wurde von Sahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken im Bundestag, initiiert. Das Vorbild sind die Gilets Jaunes in Frankreich, am Sonnabend plante die Bewegung unter dem Motto „Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!“ Tausende Teilnehmer in mindestens 14 Städten. Zu den Forderungen gehöre bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege.

Von pah

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