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Aus der Stadt ASB will Neubau im September beziehen
Hannover Aus der Stadt

Hannover: ASB feiert Richtfest für seinen Neubau in der Nordstadt

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18:22 01.07.2019
Zimmermann Sebastian Storch (l.), der den Richtspruch verkündet hat, überreicht dem ASB-Landesvorsitzenden Manfred Püster eine Zimmermannspuppe aus Holz. Quelle: Hans-Peter Wiechers
Hannover

Langsam nimmt alles Formen an: Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat am Montag Richtfest für den Neubau an seinem Standort an der Petersstraße in der Nordstadt gefeiert. Interims-Geschäftsführer Udo Zachries bezeichnete den Bau als „Meilenstein“. Etwas Vergleichbares habe es in der Historie der Hilfsorganisation in Hannover noch nicht gegeben. Das immer stärker werdende Engagement des ASB unter anderem durch den Wünschewagen, das Kinderhospiz und die Flüchtlingshilfe machten den Neubau nötig, erklärte Zachries.

Doch wie bei Bauprojekten in Hannover fast schon üblich, liegt auch dieser Neubau nicht mehr im vorgesehenen Zeitplan. Erst im April 2018 erteilte die Stadt die nötige Baugenehmigung – ein Jahr später als vorgesehen. Grund waren Verhandlungen mit der Stadt und der Bahn, weil die Zufahrt zum ASB-Gelände über Eigentum der Bahn führt. Im Winter sorgte schließlich das Wetter für weitere Verzögerungen. Künftig sollen im Erdgeschoss des Neubaus die Rettungswache und darüber Büros untergebracht sein. Insgesamt arbeiten dann 215 Angestellte an der Petersstraße.

ASB-Geschäftsführer soll Millionen veruntreut haben

Beim Richtfest kamen aber auch weniger erfreuliche Themen zur Sprache. „Der ASB hat gerade schwierige Zeiten hinter sich“, sagte der Landesvorsitzende Manfred Püster. Er bezog sich damit auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover, der langjährige Geschäftsführer der Hilfsorganisation war im Februar festgenommen worden. Der Verdacht lautet auf einen besonders schweren Fall von Untreue. Der Beschuldigte soll zusammen mit einem Komplizen mit gefälschten Rechnungen während der Flüchtlingskrise von Januar 2016 bis März 2017 10 Millionen Euro beiseite geschafft haben.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Betrugsfalls hatte der ASB angekündigt, seine Kontrollmechanismen verbessern zu wollen. Da die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft noch immer andauern, wollte Landesvorsitzender Püster am Montag aber nicht weiter darauf eingehen. „Das Ganze ist hoffentlich bald Vergangenheit“, sagte er stattdessen. So solle auch der Neubau ein Blick nach vorne sein. Läuft nun alles nach Plan, können die Mitarbeiter das Haus am 21. September beziehen.

Von Peer Hellerling

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