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Aus der Stadt BAS-Firmenchef Werner Sporleder ist tot
Hannover Aus der Stadt

Hannover: BAS-Firmenchef Werner Sporleder ist tot

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13:59 01.06.2019
BAS-Firmenchef Werner Sporleder ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Quelle: Martin Steiner
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Hannover/Hemmingen

Werner Sporleder, Firmenchef von BAS Verkehrstechnik, ist tot. Wie das Unternehmen aus Hemmingen auf seiner Webseite mitteilt, starb der Vorstandsvorsitzende am 21. Mai. „Mit großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem herzensguten Menschen, unserem Firmengründer, Mentor und einer prägenden Persönlichkeit“, schreibt Tochter Heike im Namen der gesamten Firma in ihrem Nachruf. „Sein Lebenswerk und sein Wirken im Bereich der Verkehrssicherheit in den letzten 70 Jahren sind bedeutend.“

Für Werner Sporleder war die Arbeit mehr als nur ein Job: Bis zuletzt widmete sich der Firmenchef von BAS Verkehrstechnik aus Hemmingen dem Thema Sicherheit auf den Straßen. Der Geschäftsmann starb am 21. Mai im Alter von 93 Jahren.

Baustellensicherheit seit 1951

Werner Sporleder hatte sein Unternehmen 1951 in Hannover-Kleefeld gegründet, damals entwickelte er in seinem gerade einmal acht Quadratmeter großen Keller des elterlichen Hauses Verkehrszeichen, Warnleuchten und Verkehrseinrichtungen.

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Der Betrieb wuchs immer weiter und siedelte sich 1957 in Hemmingen an, bis der Geschäftsmann schließlich 1976 den ersten Mietservice für Baustellenabsicherungen gründete: BAS – kurz für Baustellen-Absperr-Service. Sporleder sprühte Zeit seines Lebens vor Ideen, er gilt unter anderem als Erfinder des Flatterbandes. Außerdem baute er damals eins der ersten Blinklichter – aus einer Lampe und Teilen eines elektrischen Weidezauns.

Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann (SPD) bezeichnete den Firmenchef an dessen 65-jährigem Hochzeitstag mit Frau Gertrud (gestorben im Februar 2018) als „einen der kreativsten Köpfe, die wir in dieser Stadt haben“.

„Wir werden ihn in bester Erinnerung behalten“

Sporleder ging auch nie einem Zwist mit den genehmigenden Verkehrsbehörden aus dem Weg und beklagte unter anderem schon 2011 beim 60. Firmenjubiläum, früher sei alles „viel einfacher“ gewesen. Noch im Januar dieses Jahres rüstete Sporleders BAS mehrere Verkehrsinseln in der Landeshauptstadt mit modernen LED-Beleuchtungen aus, um sie nachts sichtbarer zu machen.

BAS hat sich unter seiner Führung von einer kleinen Kellerschmiede zu einem Imperium mit bundesweit rund 600 Mitarbeitern entwickelt, die etwa 3000 Baustellen in ganz Deutschland absichert. „Wir werden ihn immer in bester Erinnerung behalten und seine BAS in seinem Sinne fortführen“, schreibt Tochter Heike im Nachruf, die gleichzeitig Vorsitzende des Aufsichtsrats ist.

Von Peer Hellerling