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Aus der Stadt „Starker Tobak“ in Hannovers Nordosten – Coffeeshop 7Bohnen eröffnet
Hannover Aus der Stadt

Hannover-Botheld: Coffeeshop 7Bohnen eröffnet

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17:15 13.05.2019
Kaffee marsch: Die Betreiber Volkmar Klebba (2. v. li.) und Sven Kuschel (li.) in ihrem neuem 7Bohnen-Coffeeshop in Bothfeld. Quelle: Conrad von Meding
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Bothfeld

Es riecht nach frisch gebrühtem Kaffee – aber am Eröffnungstag auch noch nach Sägespänen. Natürlich ist alles nicht so fertig, wie es sein sollte, als die ersten Gäste eintreffen – das aber tut weder der guten Laune noch dem Kaffeegeschmack Abbruch. Im Bothfelder Geschäftsviertel an der Kurze-Kamp-Straße hat ein Coffeeshop mit Rösterei eröffnet, gleich neben der Feinkostwelt und dem Bothfelder Holzofenbäcker.

„Starker Tobak“ als Eigenröstung schon lange im Handel

Mit dem Projekt hat Volkmar Klebba sich einen Traum erfüllt. Seit Jahren schon bietet er seine eigene Röstung „Starker Tobak“ im Handel an, etwa bei Edeka und Famila sowie als Direktvertrieb in verschiedenen Gastronomien. „Aber wenn ich gefragt wurde, wo ich ihn selbst ausschenke, dann musste ich immer passen“, sagt der 60-Jährige. Musste er. Bis jetzt.

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Mehrere Standorte in Hannover im Visier

Gemeinsam mit dem gelernten Hotelfachwirt Sven Kuschel (51) betreibt Klebba das 7Bohnen. Warum in Bothfeld? „Wir wären auch in die Südstadt oder andere gute Stadtteile gegangen“, verrät Klebba, „aber was man derzeit auf dem Immobilienmarkt angeboten bekommt, ist vielfach unterirdisch.“ Sogar Läden mit sichtbarem Schimmelbefall seien dabeigewesen. „Wir arbeiten mit Lebensmitteln, das geht gar nicht“, sagt Klebba.

Eine Modbar-Siebträgermaschine und Cold-Drip-Gläser an der wand: Impressionen aus dem 7Bohnen-Coffeeshop in Bothfeld.

Mit Marc Besser, Inhaber der Elektrofirma Begro, hat das Coffeeshopduo jetzt einen Vermieter gefunden, der mit Herzblut dabei ist. Noch am Eröffnungstag montiert Besser die Alarmanlage und schraubt zwei elegante Cold-Drips an die Wand, gläserne Zylinder, in denen Kaffee in stundenlangen Tropfprozessionen kalt gefiltert wird. „Schmeckt super und ist besser als die zuckerhaltigen Energydrinks“, wirbt Klebba.

Platz für Kaffee-Workshops und Außengastronomie

In den Tresen eingelassen glänzt eine Modbar-Siebträgermaschine. Die bestellte Giesen-Röstmaschine dagegen ist noch nicht da, sie kommt wohl erst im Juni. Solange bereitet Klebba die Bohnen weiter auf dem alten Schlachthof Bult bei Heiko Voßgrönes Röstfirma Cereza zu.

135 Quadratmeter umfasst das Geschäft mit einem separaten Nebenraum, in dem kleinere Veranstaltungen organisiert werden können, aber auch Kaffeeseminare. Wegen der Ecklage zur Einsteinstraße ist zudem viel Außenbewirtschaftung nötig. Jetzt muss nur noch der Sommer kommen.

Von Conrad von Meding

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