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Hannover-Bothfeld: Bothfelder hilft beim Sportunterricht für Grundschüler in Südafrika

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16:32 19.08.2019
Nils Ole Stoeber (18) verbringt ein freiwilliges Auslandsjahr an der Berlin Primary School. Quelle: privat
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Bothfeld

Seit seinem fünften Lebensjahr trainiert Nils Ole Stoeber beim TuS Bothfeld in der Leichtathletikabteilung. In der Zeit ist viel passiert: In der Disziplin Langsprint wurde Stoeber mehrmaliger Landesmeister und nahm sogar an den Deutschen Meisterschaften teil. „Ich bin über den TuS zum Leistungssport gekommen und habe sechsmal die Woche trainiert“, erinnert er sich. Als der Leichtathlet dann aber in die Oberstufe kam, entschied er sich dafür, den Leistungssport an den Nagel zu hängen. „Ich hätte auf ein Sportinternat gehen müssen, und das wollte ich nicht“, erklärt der 18-Jährige. Mittlerweile hat Stoeber sein Abitur an der Leibnizschule gemacht und wird ab September 2019 ein freiwilliges Auslandsjahr an der Berlin Primary School in Südafrika antreten. Dort unterstützt er gemeinsam mit einer Projektpartnerin den Sportunterricht der Grundschüler in der südafrikanischen Stadt Berlin und bietet Nachmittagsaktivitäten für sie an.

Jahrelang als Trainerhelfer aktiv

„Ich kann gut mit Kindern“, erzählt der Bothfelder. Seit vier Jahren ist er als Trainerhelfer beim TuS Bothfeld aktiv. Gemeinsam mit einem hauptamtlichen Trainer und drei zusätzlichen Helfern unterstützt er das Training des Leichtathletiknachwuchses. Er selbst ist für die U10- und U12-Mannschaft zuständig und leitet mindestens einmal wöchentlich das Training seiner Schützlinge. Viele Trainingshelfer, mit denen Stoeber vor viereinhalb Jahren angefangen hat, haben sich mittlerweile eine andere Aufgabe gesucht. „Um das Geld geht es mir nicht hauptsächlich, sondern um den Spaß“, sagt er. Daher hat sich der Abiturient für sein freiwilliges Auslandsjahr auch nach einer Aufgabe umgeschaut, bei der er die sportliche Arbeit mit Kindern fortsetzen kann. „Ich habe gemerkt, dass ich mich in dieser Rolle wohlfühle.“

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Südafrika hat ihn fasziniert

Während eines Schüleraustausches war Stoeber schon für drei Monate in Südafrika. „Die Lebensumstände der Menschen dort haben mich schon berührt“, gesteht er. Ein halbes Jahr später hat er während eines Urlaubs das Land noch besser kennenlernen können. In Südafrika hätten manche Kinder, vor allem aus den Townships, oft nicht die Möglichkeit, regelmäßig Sport zu treiben, sagt er. Es fehle an Geld, Ausrüstung, Sportplätzen oder Trainern.

Als Freiwilliger bekommt er über die Organisation Weltwärts die Möglichkeit, sich dort sozial zu engagieren, wo es gebraucht wird. Entsendet wird er vom ASC Göttingen in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Sportjugend Niedersachsen. 75 Prozent der Kosten von Stoebers Auslandsjahr wird durch Weltwärts finanziert, eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Den Rest, in Stoebers Fall rund 2300 Euro, muss jeder Freiwillige unter anderem für Flug, Unterkunft und Verpflegung selbst aufbringen. „Alles was darüber hinausgeht, kann ich zu 80 Prozent für eigene Projektideen wie Tagesausflüge mit den Kindern oder neue Sportgeräte verwenden“, sagt klärt er.

Wer Nils Ole Stoebers Arbeit in Südafrika finanziell unterstützen möchte, kann eine E-Mail an stoeber.nils@gmail.com schreiben. Interessierte bekommen dann weitere Informationen samt Spendenmappe.

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