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Aus der Stadt 150 Fahrgäste müssen stundenlang in defektem Erixx warten – S-Bahnstrecke jetzt wieder frei
Hannover Aus der Stadt

Hannover: Defekte S-Bahn behindert Bahnverkehr im Norden der Region

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15:17 24.10.2019
Ein Erixx-Heidesprinter. (Symbolbild) Quelle: picture alliance / dpa
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Hannover

Die Panne eines Erixx-Zuges kurz vor Wedemark-Bissendorf hat am Donnerstagmorgen für massive Behinderungen im Nahverkehr gesorgt. Am Morgen blieb der Zug gegen 7.45 Uhr mit einer technischen Störung liegen – ausgerechnet im Bereich einer Weiche zwischen Bissendorf und Wennebostel. Weil der mittlere Zugteil von einer massiven Störung betroffen war, konnte der Erixx zunächst weder abgeschleppt noch weggeschoben werden. Die Bahnstrecke war deshalb gesperrt. Mehrere folgende S-Bahnen auf der Linie 4 fielen deshalb aus.

Bahn und Erixx richteten einen Ersatzverkehr mit Bussen auf dem Teilabschnitt ein. Es kam zu Verspätungen und längeren Wartezeiten.

Erst um 11.30 Uhr konnte die erste S-Bahn wieder ab Bissendorf fahren. Die Bahn nahm den Betrieb danach wieder auf, die S-Bahnen fuhren jedoch teilweise verspätet.

Auch die Linie RR38 des Erixx von Hannover über Soltau nach Buchholz (Nordheide) war von der Sperrung betroffen.

Feuerwehr hilft Fahrgästen beim Aussteigen

Besonders viel Geduld mussten die rund 150 Fahrgäste im Erixx mitbringen, die dort seit dem Morgen ausharrten. Um 9.23 Uhr wurden schließlich die Ortsfeuerwehren Bissendorf und Wennebostel zu dem liegengebliebenen Zug alarmiert. Dort begleiteten die Einsatzkräfte nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Michael Hahn die Evakuierung des Zuges. Sie halfen den Fahrgästen beim Aussteigen und insbesondere dabei, die Höhenunterschiede zu überwinden und brachten die Menschen aus dem Gleisbett. Der kaputte Zug wurde abgeschleppt.

Über die Schienen gelaufen

Die Fahrgäste, die längere Zeit in dem liegengebliebenen Zug ausharren mussten, seien zurück zum Bahnübergang Bissendorf gelaufen – über die Schienen, hieß es in einer Wedemärker Facebook-Gruppe. In Bissendorf standen Busse bereit. Ein Fahrgast, der offenbar in den Zug saß, berichtete, das Licht in der Bahn sei ausgegangen. Zwischenzeitlich habe sich der Zug ein kleines Stück in Richtung Süden bewegt. Auch die Toiletten-Spülung habe immerhin funktioniert, teilte eine Frau mit. Ein Fahrgast habe zwischendurch aussteigen wollen, wurde aber nicht gelassen, hieß es von einem Augenzeugen. Ein anderer fragte, warum es an Board kein Bistro mit Kaffee gebe.

Bahnreisende sind verärgert

Bei manchen Reisenden stieß der Umgang des Bahn-Unternehmens auf Kritik. Reisende ärgerten sich besonders über die ihrer Ansicht nach unzureichenden Informationen der Bahn.

Auch auf Facebook wurde das Thema kritisch diskutiert: „Verstehe nur nicht, warum man die Fahrgäste erst nach 2,5 Stunden aus dem Zug holt“, schrieb Anja Jaschik. Und Jan-Paul Kaste befand, der Erixx komme jeden Tag zu spät. „Jeden Tag leidet die S-Bahn da drunter.“

Ein Facebook-Nutzer nannte den Erixx „Heideblocker“. Der Werbeslogan des Unternehmens „Erixx - unterwegs zuhause“ habe eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Von RND/sbü/jsp

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