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Hannover-Döhren: Politiker kritisieren Standort von Ersatzhaltestelle Fiedelerstraße

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15:14 15.09.2019
Die frühere Haltestelle war nach Ansicht der Üstra schon allzu sehr mit Pflanzen überwuchert. Außerdem steht am Rand ein Fahrleitungsmast. Quelle: Michael Zgoll
Döhren

Nach Ansicht der SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel ist der Ersatzstopp für die sanierungsbedürftige Stadtbahnhaltestelle Fiedelerstraße an einem falschen Standort platziert worden. Das Provisorium befindet sich nun südlich des bisherigen Hochbahnsteigs an der Hildesheimer Straße und reicht bis an die Querstraße heran. Weil für diese Ersatzhaltestelle eine von zwei Autofahrspuren Richtung Laatzen gesperrt werden musste, kommt es dort regelmäßig zu kleinen Staus. Diese Probleme hätten vermieden werden können, so die Sozialdemokraten im Rahmen einer Anfrage, wenn man den provisorischen Haltepunkt nördlich des Hochbahnsteigs – auf der Fläche der dort früher existierenden Haltestelle – eingerichtet hätte.

Die neue Ersatzhaltestelle wurde Richtung Süden an die Fahrbahn gequetscht. Quelle: Michael Zgoll

In diesem Bereich, so die auf den ersten Blick einleuchtende Begründung der SPD-Fraktion, hätte die Fahrbahn für die Autos nicht verengt werden müssen. Ein Anschluss an ampelgesicherte Fußgängerüberwege wäre hier sogar an beiden Enden möglich gewesen; die aktuelle Variante ist nur an einen Überweg angebunden.

Masten stehen im Weg

Wie die Üstra in ihrer Antwort auf die Anfrage mitteilte, habe man den nördlichen Alternativstandort durchaus geprüft. Doch hätte man wegen der dort stehenden Leitungsmasten ebenfalls Raum auf der Straße in Anspruch nehmen müssen. Zudem sei die Fläche der ehemaligen Haltestelle bereits begrünt, sodass man sich in Absprache mit der Straßenverkehrsbehörde für die südliche Variante entschieden habe.

Um den Verkehrsfluss dort zu verbessern, habe man Anpassungen an der Lichtsignalsteuerung vorgenommen und zusätzliche Parkverbote eingerichtet. Außerdem, das sicherte die Üstra zu, werde das Nahverkehrsunternehmen in Absprache mit der Infrastrukturgesellschaft der Region dafür Sorge tragen, dass die Bezirksräte künftig frühzeitig über die Art und Weise derartiger Baumaßnahmen informiert werden.

Kommentar: Große Enge an der Ersatzhaltestelle

Dass die SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel die Positionierung der Stadtbahn-Ersatzhaltestelle Fiedelerstraße kritisiert, ist nachvollziehbar. Denn das in Asphalt gegossene Provisorium nahe der Querstraße lässt den Fahrgästen nur wenig Raum, auch gibt es dort nur einen Ampel-Überweg und auf der Fahrbahn der Hildesheimer Straße ist es arg eng.

Die Argumente der Üstra, nicht auf den früheren Standort an der Einmündung der Fiedelerstraße zurückgegriffen zu haben, scheinen dagegen wenig stichhaltig. Es wächst zu viel Grün auf dem ehemaligen Bahnsteig? Das hätte sich doch wohl beseitigen lassen. Es stünden Leitungsmasten im Weg? Erkennbar ist nur einer, und hier hätten die Züge doch so stoppen können, dass sich keine Tür unmittelbar vor diesem Masten öffnet.

Vielleicht hat die Üstra ja noch andere – bessere – Gründe, warum sie die Ersatzhaltestelle an den aktuellen Standort verlegt hat. Hätte das Nahverkehrsunternehmen dem Bezirksrat und damit einer breiteren Öffentlichkeit vor Beginn der Hochbahnsteig-Sanierung erklärt, was es warum plant, hätte das die Akzeptanz für die Unannehmlichkeiten rund um diese Döhrener Baustelle sicherlich erhöht.

Aber immerhin gibt es ja nun ein Versprechen: Beim nächsten Mal soll es besser laufen.

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Von Michael Zgoll

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