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Aus der Stadt Umbau der Gaststätte Wichmann hat begonnen
Hannover Aus der Stadt Umbau der Gaststätte Wichmann hat begonnen
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09:32 21.03.2019
In der ehemaligen Gaststätte Wichmann bleibt kein Stein mehr auf dem anderen. Quelle: Michael Zgoll
Döhren

Jüngst hatte sich der Bezirksrat Döhren-Wülfel noch gesorgt, dass im Dach der ehemaligen Gaststätte Wichmann an der Hildesheimer Straße Löcher zu sehen waren und dass es in das schon seit Jahren unberührte Gebäude hineinregnen könnte. Das erscheint angesichts der Abrissarbeiten, die derzeit an dem historischen Gebäude nahe der Stadtbahnhaltestelle Fiedelerstraße im Gange sind, eine überflüssige Sorge gewesen zu sein. In der jüngsten Sitzung des Bezirksrats gab Stadtplaner Hans-Heiner Schlesier einen Ausblick, wie es auf dem Grundstück nahe der Stadtbahnhaltestelle Fiedelerstraße weitergeht.

Vor einigen Wochen noch machte sich der Bezirksrat Gedanken über Löcher im Dach – das ist jetzt Makulatur. Quelle: Michael Zgoll

Das bestehende Gebäude sei ein „Patchwork“-Haus gewesen, sagte Schlesier. Ein Architektenbüro habe die Bausubstanz gründlich untersucht und festgestellt, dass die verschachtelte Gaststätte mehrfach umgebaut und erweitert worden sei – so wie es die jeweiligen Wirtsleute brauchten. Nun plane der Investor, die Morzynski Vermögensverwaltungs KG, eine grundlegende Sanierung der teilweise „ungenügenden“ Bausubstanz: „Es wird viel entkernt.“ Geplant sei, an dem prominenten Standort erneut eine gehobene Gastronomie mit einem Veranstaltungsbereich aus der Taufe zu heben. Im ersten Stock des Hauses soll eine Handvoll von Hotelzimmern eingerichtet werden. „Das neue Gebäude wird die Geschichte der Immobilie aufgreifen und mit einem modernen Konzept verbinden“, sagte der Stadtplaner. Die Verwaltung bemühe sich, die Öffentlichkeit im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung detailliert über die Pläne des Investors zu informieren.

So sah die Fassade der seit Jahren leerstehenden Gaststätte vor wenigen Wochen aus. Das äußere Erscheinungsbild zur Hildesheimer Straße hin soll erhalten bleiben. Quelle: Michael Zgoll

Der Bezirksrat hatte sich jahrelang dafür eingesetzt, dass die Gaststätte – 1885 als Teil eines Aussiedlerhofs errichtet und einer der wenigen verbliebenen Fachwerkbauten im Stadtbezirk – nicht dem Erdboden gleichgemacht und durch einen kompletten Neubau ersetzt wird. Das Gremium legte auch den Grundstein für eine vom Rat beschlossene Erhaltungssatzung, damit das nicht unter Denkmalschutz stehende Haus eine Zukunft hat. In den vergangenen Jahrzehnten hatten hier etliche Prominente getafelt, doch im Mai 2015 machten die langjährigen Betreiber Gerd und Gudrun Weick den Betrieb dicht. Im Vorjahr versprach der hannoversche Investor Paul Morzynski, das neue „Wichmann“ werde größer sein als das alte, aber seinen Charakter behalten. So soll beispielsweise die straßenseitige Fassade in ihrem Erscheinungsbild erhalten bleiben.

Von Michael Zgoll

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