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Aus der Stadt Feuer im ehemaligen Pavillon von Litauen
Hannover Aus der Stadt Feuer im ehemaligen Pavillon von Litauen
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23:56 22.04.2019
Als die Feuerwehr eintraf, stand bereits das komplette Erdgeschoss des Pavillons in Flammen. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die Feuerwehr hat am Montagabend einen Brand im litauischen Pavillon auf dem ehemaligen Expo-Gelände löschen müssen. Nach Auskunft der Polizei wurde das Feuer gegen 21.20 Uhr gemeldet, die Löscharbeiten waren erst nach 23 Uhr beendet. „Als wir eintrafen, stand das komplette Erdgeschoss nahezu in Flammen“, sagt Feuerwehrsprecher Gianni Hilliger. Dort waren Mobiliar und weitere Gerätschaften gelagert, die allesamt den Flammen zum Opfer fielen. Offenbar hatte sich das Feuer schon einige Zeit unbemerkt ausgebreitet. Ein Anrufer hatte den Notruf gewählt und von einer Rauchentwicklung berichtet.

Ein Brand hat am Montagabend das Erdgeschoss des ehemaligen litauischen Pavillons auf dem Expo-Gelände in Hannover zerstört. Die Löscharbeiten der Feuerwehr zogen sich zwei Stunden lang hin.

Zunächst rückte die Feuerwehr mit einem Löschzug an. Doch als die Einsatzkräfte das Ausmaß des Brandes bemerkten, wurden rasch Kräfte nachalarmiert. „Am Ende waren drei Löschzüge vor Ort, wobei einer davon als Absicherung im Hintergrund stand“, sagt Hilliger. 70 Retter waren auf dem ehemaligen Expo-Gelände im Einsatz. Zwar konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf das obere Stockwerk verhindern, allerdings ist die Stahlkonstruktion der Zwischendecke durch die enorme Hitze des Feuers nicht mehr tragfähig. Im Rahmen einer Brandnachschau kontrollierte die Feuerwehr in der Nacht, ob wirklich alle Glutnester gelöscht wurden. Die Ursache für das Feuer und die Schadenshöhe sind derzeit noch unbekannt, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nicht der erste Brand

Es ist nicht das erste Mal, dass es im litauischen Pavillon beziehungsweise auf dem Expo-Gelände zu einem Brand gekommen ist. Zuletzt hatten im Januar dieses Jahres zwei Jugendliche ein Feuer im auffällig gelben Gebäude bemerkt. Die Feuerwehr konnte die Flammen damals schnell löschen, die beiden 15-Jährigen kamen vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus, weil sie Rauchgase eingeatmet hatten. 2016 wiederum fiel der einstige spanische Expo-Pavillon den Flammen zum Opfer, das Feuer wurde damals absichtlich gelegt. Auch zum niederländischen Pavillon musste die Feuerwehr bereits ausrücken.

Beliebte Partylocation bei Jugendlichen

Der markante gelbe Bau am heutigen Boulevard der EU liegt seit dem Ende der Expo 2000 im Dornröschenschlaf. Zwar gab es nach der Weltausstellung immer wieder Interessenten, die den Pavillon dauerhaft erwerben wollten, dazu 2004 sogar einen Rechtsstreit wegen ungeklärter Eigentümerverhältnisse. 2005 sorgten dann die beiden hannoverschen Künstler Christian Riebe und Marius Albrecht mit dem Schriftzug „Hannover muss vollständig zerstört werden“ für Furore. Seither verfällt der Bau zusehends und wird von Jugendlichen für illegale Kleinpartys benutzt beziehungsweise macht durch Polizeimeldungen Schlagzeilen – wie zum Beispiel Ende Januar, als dort ein 25-Jähriger überfallen wurde.

Von Peer Hellerling

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