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Aus der Stadt Bilder aus der Geschichte der Stadt
Hannover Aus der Stadt Bilder aus der Geschichte der Stadt
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19:47 31.03.2019
Ein Chronist Hannovers: Joachim Giesel in der VHS. Quelle: Henning Queren
Hannover

Über Jahrzehnte hinweg hat er die Geschicke Hannovers dokumentiert. Joachim Giesel, geboren 1940 in Breslau, war als Fotograf überall dort im Einsatz, wo etwas Außergewöhnliches geschah – und er bannte solche Momente für die Ewigkeit. In der Volkshochschule zeigt die Ausstellung „Augen-Blicke“ jetzt rund 80 seiner Arbeiten.

Der doppelsinnige Titel spielt darauf an, dass der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Giesel einerseits auf ausdrucksstarke Porträts spezialisiert ist, andererseits aber auch ein Gespür für entscheidende Momente entwickelt hat, die es festzuhalten lohnt. „Das Leben besteht aus Augenblicken“, sagt der Fotograf, der unter anderem für die „Hannoversche Presse“, die heutige „Neue Presse“ tätig war. „Wir sollten lernen, ihnen mit Wertschätzung zu begegnen.“

Einige seiner Aufnahmen sind heute bereits historische Dokumente. Giesel fotografierte streikende Arbeiter bei der Hanomag ebenso wie den legendären Besuch der Queen in Hannover 1965. Er begleitete die Anfänge des Flohmarkts und war beim Trauerzug für den 1967 erschossenen Studenten Benno Ohnesorg dabei, der am Anfang der Studentenproteste stand. Ein Konzert der Saxofonistin Candy Dulfer setzte er ebenso ins Bild wie Fans beim 96-Heimspiel. In der Summe ergeben seine Aufnahmen ein beeindruckendes Mosaik vom Leben der Stadt.

„Augen-Blicke“ ist in der VHS, Burgstraße 14, bis zum 29. März zu sehen.

Von Simon Benne

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