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Aus der Stadt Gedenkfeier am Ehrenfriedhof
Hannover Aus der Stadt Gedenkfeier am Ehrenfriedhof
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16:40 03.09.2018
Appelle für den Frieden: Die Kundgebung am Ehrenfriedhof am Maschsee. Quelle: Kutter
Hannover

Oft sind solche Gedenkveranstaltungen routinierte Rituale. Doch diesmal diesmal stand echte Besorgnis in den Gesichtern vieler Besucher. „Damals hat es so angefangen wie jetzt wieder in Chemnitz“, sagte der 98-jährige Holocaust-Überlebende Henry Korman besorgt. Er war einer von rund 200 Besuchern, die sich zur Kundgebung anlässlich des Antikriegstages am Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer versammelt hatten.

„Unsere Gesellschaft droht eine Rolle rückwärts zu machen“, warnte Dirk Schulze von der IG Metall mit Blick auf die Ereignisse in Chemnitz. „Den Rechten dürfen wir nicht die Straße überlassen – niemals!“ rief er unter dem Applaus der Besucher. Außerdem kritisierte er Waffenexporte, Pläne für eine Dienstpflicht für junge Menschen und das neue niedersächsische Polizeigesetz.

„Zu viele Menschen haben aus dem damaligen Hass und dem anschließenden Völkermord nichts gelernt“, sagte auch Bürgermeister Thomas Hermann. „Wir alle sind aufgefordert, im Sinne der Demokratie Haltung zu zeigen, und das jeden Tag.“ Auch Vertreter der IG-Metall-Jugend, die sich seit 1960 um den Ehrenfriedhof kümmert, warben für Frieden und globale Gerechtigkeit. Auf der Anlage am Maschsee wurden nach der Befreiung Hannovers nach dem Zweiten Weltkrieg 386 ehemalige Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge beigesetzt.

Von Simon Benne

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