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Aus der Stadt Erinnerung an den Holocaust
Hannover Aus der Stadt Erinnerung an den Holocaust
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18:01 27.01.2019
Chor und Orchester der Jüdischen Gemeinde musizierten bei der Gedenkstunde.
Chor und Orchester der Jüdischen Gemeinde musizierten bei der Gedenkstunde. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Hannover

Mehrere Veranstaltungen haben in Hannover am Wochenende an den 74. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnert. Bei einer Gedenkstunde in der Jüdischen Gemeinde in der Haeckelstraße erinnerte Marina Jalowaja, Vizepräsidentin des Landesverbandes jüdischer Gemeinde, an „eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte Europas“. Sie warnte vor neuem Antisemitismus: „Im Laufe der letzten Jahre mussten wir feststellen, dass Rechtsextreme immer wieder versuchen, das Gedenken zu relativieren“, sagte sie.

So war die Gedenkstunde in der Jüdischen Gemeinde

Chor und Orchester der Jüdischen Gemeinde begleiteten die Feierstunde musikalisch, die Schriftstellerin Corinna Luedtke trug den eindringlichen literarischen Text „Die Splitter der Nacht“ vor. Der 27. Januar war 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Gedenktag erklärt worden. Oberbürgermeister Stefan Schostok sah darin einen „Meilenstein der Erinnerungskultur“, vergleichbar der TV-Serie „Holocaust“ von 1979 sowie der berühmten Rede Richard von Weizsäckers am 8. Mai 1985.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne versprach, die Vermittlung von Demokratie an den Schulen zu stärken – gerade im Blick darauf, dass die AfD Schüler dazu aufgerufen hatte, Lehrer im Internet anzuschwärzen. Auch HAZ-Redakteur Michael B. Berger mahnte in seiner Rede, die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten: „Lassen Sie uns gemeinsam alles tun, um zu verhindern, dass der immer wiederkehrende Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft Platz greift.“

Von Simon Benne