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Aus der Stadt Darum läuteten am Dienstag die Glocken der Marktkirche so häufig
Hannover Aus der Stadt Darum läuteten am Dienstag die Glocken der Marktkirche so häufig
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00:21 29.03.2019
Routinecheck: Die Glocken der Marktkirche Quelle: Michael Wallmüller (Archiv)
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Hannover

Zahlreiche Passanten blieben stehen und schauten verwundert in die Höhe: Immer wieder erklangen am Dienstagnachmittag die Glocken der Marktkirche – allerdings zu anderen Zeiten als gewohnt. Vor allem war die große Friedensglocke zu hören, die nach der komplexen Läuteordnung der Kirche an besonderen Tagen wie am Karfreitag oder am 8. Oktober zum Gedenken an die Bombennacht von 1943 sowie bei Trauerfeiern erklingt.

Grund des unvermittelten Geläutes waren Kontrollarbeiten an den 14 Glocken der Marktkirche. „Diese sind routinemäßig einmal im Jahr fällig, und diesmal fiel der Check besonders intensiv aus“, sagt Küster Michael Miesner. Die Glockensachverständigen hatten festgestellt, dass der Klöppel der mehr als zehn Tonnen schweren Friedensglocke nicht gleichmäßig an beiden Seiten anschlug. „An der Glocke mussten Gewichte verschoben werden, damit ihr Schwingen wieder gleichmäßig ausfällt“, sagt der Küster.

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Die Marktkirche hat neben elf Glocken mit Klöppeln noch drei weitere, die mit Hämmern angeschlagen werden. Die größte der 14 Glocken ist die Friedens- oder Christusglocke mit einem Durchmesser von rund 2,50 Metern. Im Jahr 2014 war der zentnerschwere Klöppel infolge von Materialermüdung gebrochen und hatte einen massiven Holzbalken zertrümmert.

Von Simon Benne

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