Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Große Mehrheit reagiert erleichtert auf geplantes Böllerverbot
Hannover Aus der Stadt Große Mehrheit reagiert erleichtert auf geplantes Böllerverbot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:13 11.12.2018
Zu Silvester und in der Neujahrsnacht kommt es wegen rücksichtslosen Umgangs mit Feuerwerkskörpern vor allem am Kröpcke immer wieder zu gefährlichen Situationen und Brandverletzungen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Viel zu riskant, Verletzungs- und Brandgefahren, kriegsähnliche Zustände, Umweltverschmutzung, Müllberge, Lärmbelästigung: Im Internet stimmen die meisten HAZ-Leser mit nahezu gleichlautenden Argumenten einem Böllerverbot zu. Das geplante Verbot von Feuerwerkskörpern für bestimmte Bereiche der Innenstadt an Silvester ruft in den sozialen Netzwerken nicht nur nahezu einhellige Zustimmung hervor. Vielen Lesern geht das Verbot sogar nicht weit genug. Vereinzelt wird auch noch ein Alkoholverbot für zentrale Bereiche beim Jahreswechsel gefordert. Kritik an einem Böllervebot gibt es dagegen nur vereinzelt.

An einer Umfrage der HAZ haben bislang rund 2300 Leser teilgenommen. Etwa 89 Prozent finden ein Verbot wegen der großen Gefahren gut. Nur 7 Prozent halten Böllern für harmlos und lehnen ein Verbot ab. Weiteren drei Prozent der Teilnehmer ist das Verbot egal, weil sie an Silvester nicht in die Innenstadt gehen würden.

Auf der HAZ-Webseite fasst ein Besucher mit dem Namen „Boris“ die nahezu einhellige Meinung zu dem geplanten Verbot treffend zusammen: „Richtig so! Viele Böllerwerfer vermissen jeglichen gesunden Menschenverstand. Bisher konnte die Polizei nur einschreiten, wenn es zu spät war. Mit einem Böllerverbot in der Innenstadt wird es für alle Gäste ein sichereres Silvesterfest.“ Dem HAZ-Leser „Ulli“ gehen die Pläne nicht weit genug: „Auch in vielen Stadtteilen würde ein Böllerverbot auf viel Gegenliebe bei den meisten Bewohnern stoßen“, meint er.

Im sozialen Netzwerk „Facebook“ spricht sich auch der User Torsten Ahrens für ein Verbot in der gesamten Stadt aus. Sein Argument gegen eine Begrenzung auf bestimmte Bereiche: „Dann verlagert sich das Problem an den Maschsee oder andere Orte“, schreibt er. Jochen Winkler hat einen mehrfach geäußerten Vorschlag: „Kröpcke und City sind Silvester zur No-Go-Area geworden. Warum nicht ein großes zentrales Feuerwerk wie andere Hauptstädte dieser Welt?“, fragt er. Svenja Lüdecke-Prinz stellt wie viele Facebook-Nutzer die Umsetzbarkeit eines Böllerverbotes infrage: „Es klappt ja noch nicht mal in Fussballstadien.“

Auch über die Nachrichtendienste Twitter und Instagram reagiert eine überwältigende Mehrheit erleichtert auf die Verbotspläne. „Juliaschrf“ verweist auf gute Vorbilder: „In anderen Städten wie Lüneburg in das Böllern in der Innenstadt schon seit Jahren verboten.“

Nur vereinzelt wird Kritik an einem möglichen Verbot geäußert – meist mit viel Ironie. Kai Thoms hält die Pläne offenbar für übertrieben: „Einfach alles immer überall verbieten, also alles alles wirklich immer und überall... Atmen, Essen, Reden, Lesen, Rauchen, Fahren... einfach alles verbieten... Ironie aus...“, schreibt er auf Facebook.

Von Ingo Rodriguez

Die IGS Bothfeld ist jetzt auch sportfreundliche Schule. Während der Feierstunde wurde auch eine Spende überreicht.

11.12.2018

Im Streit um die Straßenreparatur vor der Tür von Ministerpräsident Stephan Weil greift die SPD jetzt Bürgermeisterin Regine Kramarek an: Sie solle dabei bleiben, Grußworte beim Karneval zu sprechen.

11.12.2018

Die Regionsfraktion lobt die Große Koalition für die verbesserte Stimmung. Und sie will bei der Haushaltsabstimmung am nächsten Montag aus Ihrer Oppositionsrolle ausscheren.

11.12.2018